Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau

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Darmstädter Ludwigsbahnhof 1888.
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1869 wurde die Riedbahn zwischen Darmstadt und Worms eröffnet. Die heutige Riedbahn mit ihrem Hauptverlauf von Mannheim nach Frankfurt wurde erst zehn Jahre später errichtet. Dokumentiert wird auf meinen Riedbahn-Seiten der Streckenabschnitt zwischen Darmstadt und Goddelau.

Meine Riedbahn-Seiten sind als work in progress zu betrachten. Mal finde ich hier etwas, mal lese ich dort etwas Neues. Solcherart zusammengetragen, verändern sich die Riedbahn-Seiten, werden sie ausgebaut oder durch zusätzliche Seiten ergänzt. Die ursprüngliche Annahme, diese Dokumentation bis Ende 2008 fertiggestellt haben zu können, war wirklich­keitsfremd. Je länger man sucht, desto mehr neue Quellen tun sich auf, die wiederum gesichtet werden wollen; ein Kreislauf, der noch lange nicht endet. Zudem hoffe ich, die eine oder andere Fotografie aus dem 19. oder beginnenden 20. Jahrhundert finden zu können. Fehlen wird auch nicht eine Geschichte dieser Eisenbahnstrecke, die zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch als so bedeutend angesehen wurde, daß sie 1901 zweigleisig ausgebaut wurde. Nach Ende des 2. Weltkriegs nahm diese Bedeutung aufgrund des zunehmenden motorisierten Individualverkehrs ab, so daß die Strecke für den Personen­verkehr 1970 und auch für den Güterverkehr bald darauf stillgelegt wurde.

Spuren dieses Teilstücks der Riedbahn finden sich vor allem zwischen Darmstadt und dem Weiterstädter Stadtteil Riedbahn, sowie mit dem Schotterbett im Wald zwischen Riedbahn und der Griesheimer Stadtgrenze. In und westlich von Griesheim sind die Spuren rar. Der Verlauf der Strecke bis nach Goddelau kann jedoch noch recht gut auf Karten oder mit Google Earth verfolgt werden.

Die schönste Strecken­dokumentation ist jedoch unvollständig ohne Lokomotiven, Waggons, Bauten und Streckenfotos. Da ich selbst ein paar Jahrzehnte zu spät gekommen bin, suche ich nach eben solchen Fotografien, egal aus welcher Zeit.

Nicht alle Quellen sind zuverlässig, nicht alle in Urkunden und Büchern zu findende Daten korrekt. Manches bleibt widersprüchlich. Übertragungs- und Tippfehler sowie syntaktisch nicht zuende gedachte Satzgebilde sind ärgerlich, aber kommen vor. Für Hinweise hierauf bin ich dankbar und betrachte sie nicht als Besser­wisserei von Menschen, die anderswo nach Fehlern suchen. Fehler sind dazu da, gemacht zu werden und daraus zu lernen, es besser zu machen.

Danken möchte ich an dieser Stelle den immer ansprechbaren, freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatsarchivs Darmstadt sowie dem Eisenbahnmuseum in Darmstadt-Kranichstein. Wichtige Anfangs­impulse gab mir ein anonym bleiben wollender Riedbahner, der selbst das eine oder andere Material gesammelt hatte. Ohne meine Hausärztin, die mich zum Radfahren verdonnerte, wäre ich jedoch nicht über die seltsamen Gleisreste in der Nähe des Darmbachs zwischen Riedbahn und Gehaborn gestolpert. Dort fing alles an.

Karte zur Riedbahn.

Ergänzungen der letzten zwei Monate

Kleine Rechtschreib- und Satzkorrekturen bleiben unberücksichtigt.

 

Zeitabschnitte

1868–1879  Konzession, Bau, Eröffnung. Die Riedbahn wird zunächst als Ost-West-Verbindung gebaut und anschließend nach Norden und Süden verlängert. Hierdurch verschiebt sich die Haupt­verkehrs­achse.

1880–1896  Die Zeit der Ludwigsbahn. Es geschieht wenig Spektakuläres, bevor die Bahn verstaatlicht wird.

1897–1914  Ausbau und Massen­mobilmachung. Die Riedbahn wird zweigleisig ausgebaut, der Darmstädter Haupt­bahnhof wird eingeweiht und die Arbeiter­massen werden vom Land in die Städte transportiert.

1914–1918  Der Erste Weltkrieg. Die Riedbahn wird auf die Bedürfnisse des Krieges umgestellt und versorgt das Gefangenen­lager in Griesheim.

1918–1930  Französische Besatzungszeit. Auf der Grundlage des Versailler Vertrages wird die Riedbahn vom Deutschen Reich abgekoppelt.

1930–1945  Weimar, Faschismus und Krieg. Die Ausrichtung auf die Kriegswirtschaft führt zur allgemeinen Mobilmachung mit Zwangsarbeit, Vernichtung und Zerstörung.

1945–1965  Neuer Aufschwung. Während des „Wirtschaftswunders“ läuft die Riedbahn mit Schienenbussen und verbesserter Technik noch einmal auf vollen Touren, ehe ihr Darmstädter Ast abgesägt wird.

Exkurs  Die Gleisanlagen im Darmstädter Nordwesten. Letztes Aufzucken eines einst umfangreichen Güterverkehrs.

1966–1991  Rückbau, Stillegung, Abbau. Der Streckenabschnitt von Goddelau nach Darmstadt wird aufgrund der zunehmenden Automobilisierung nicht länger benötigt. Erst wird die Strecke westlich von Griesheim abgebaut, dann (bis auf ein kurzes Gleisstück) auch der Rest.

1992–20xx  Spurensuche. Die Strecke von Goddelau nach Darmstadt ist weitgehend abgetragen, nur einzelne Schotterreste erinnern noch an eine verkehrsreiche Zeit.

 

Das Ambiente

 

Die Straßenbahn

 

Fragmente

 

Fahrpläne

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 20. August 2010 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2008, 2010. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
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Die Postkarte mit dem Motiv des Ludwigs­bahnhofs habe ich auf der Webseite von Donna Guiffre gefunden.

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