1869 wurde die Riedbahn zwischen Darmstadt und Worms eröffnet. Die heutige Riedbahn mit ihrem Hauptverlauf von Mannheim nach Frankfurt wurde erst zehn Jahre später errichtet. Dokumentiert wird auf meinen Riedbahn-Seiten der Streckenabschnitt zwischen Darmstadt und Goddelau.
Im Wald zwischen Darmstadt und Griesheim kreuzte die Strecke mehrere Straßen, Feld- und Waldwege. Manche davon waren von enormer Bedeutung für Land- und Fortwirtschaft. Zuweilen wurde erbittert um den Erhalt und die Zugänglichkeit eines solchen Bahnübergangs mit der Bahnverwaltung gekämpft. Posten 79 überwachte den Verkehr an der Straße von Darmstadt nach Mainz über Büttelborn und Groß-Gerau. Die hier gezeigten historischen Fotografien wurden mir freundlicherweise vom Stadtarchiv in Griesheim und von Gerhard Schreiner, einem früheren Bewohner des Bahnhauses 79, zur Verfügung gestellt. So ließ sich klären, daß einige Bilder aus dem Fundus des Griesheimer Stadtarchivs ihr Pendant im Fotoalbum von Gerhard Schreiner besitzen.
Aufgrund der zahlreichen neu entdeckten Fotografien wurde diese Seite grundlegend überarbeitet und als Übersichtsseite zu mehreren kommentierten Fotogalerien umgewandelt.
»» Link zur zugehörigen Dokumentationsseite zur Riedbahn im Weigandsbusch.
Posten 79 befand sich an der Reichsstraße 26 von Mainz nach Darmstadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Bundesstraße nur ein kurzes Gastspiel gab, ehe sie Mitte der 1960er Jahre zum Teil der Bundesautobahn vom Mönchhof-Dreieck zum Darmstädter Kreuz mutierte. Diese Straße ist jedoch in ihren Grundzügen wesentlich älter. Schon bevor die erste Dampflok 1869 das Ried unsicher machte, eilten berittene Postboten durchs Land oder fuhren Bäuerinnen und Bauern mit ihren Karren in die Dörfer oder die Residenzstadt Darmstadt. Mit nachfolgender Abbildung erlaube ich mir den Anachronismus, den Posten 79 auf einer Karte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu markieren. Im Vergleich zu heute ist ein Teil der östlich von Griesheim gelegenen Sandflächen noch nicht von Wald überzogen.

Beginnend mit Posten 70 an der westlichen Gemarkungsgrenze Griesheims, dort wo die Riedbahn die Wolfskehler Chaussee gekreuzt hat, gefolgt von vier Posten an mehreren Feldwegen, über Posten 75 am Bahnwärterhaus an der westlich von Griesheim beginnenden Umgehungsstraße nach Büttelborn, zuvor vermutlich auch nicht mehr als ein Feldweg, Posten 76 an der Pfützenstraße (dann folgt der Griesheimer Bahnhof), Posten 77 mit dem östlichen Stellwerk an der auf der obigen Karte „Geleits-Straße“ genannten heutigen Schöneweibergasse, sowie Posten 78 an der Hofmannstraße lag Posten 79 ein wenig abseits vom Griesheimer Geschehen.

Es folgten an der Braunshardter Hausschneise Posten 80, am Dornheimer Weg zum Hofgut Gehaborn Posten 81, an der (vielleicht um oder kurz nach 1900 errichteten) Blockstelle Pallaswiese Posten 82, mitten im heutigen Weiterstädter Stadtteil Riedbahn Posten 83, an der Landstraße von Darmstadt vorbei an Weiterstadt nach Groß-Gerau Posten 84, sowie (nach Errichtung der neuen Trasse 1912) an der Blockstelle Bergschneise der Posten 85. Kleinere Übergänge ohne eigenen Posten kamen hinzu; belegt ist ein weiteres Bahnwärterhaus zwischen dem Posten an der Hofmannstraße und Posten 79, um den es hier gehen soll.
Während an manchen Posten die Schrankenwärter in billigst zusammengeschusterten Buden hausten, wohnte die Familie des Schrankenwärters bei Posten 79 in einem Steinhaus, das gewiß nach einem einheitlichen Grundriß in den 1880er Jahren als Typenbau errichtet wurde [1]. Immerhin existiert ein Bild, das möglicherweise bis zurück in die Zeit des Großdeutschen Reiches zu datieren ist [2]. Die damals zweigleisige Strecke ist ein Randphänomen, während das Brauereischild [3] einen Hinweis auf den möglichen Nebenverdienst für durstige Pendler (mit dem Fahrrad) oder Wanderer gibt. Ausführlichere Angaben zum und weitere Bilder des Bahnhauses finden sich auf einer eigenen Seite zum Bahnhaus 79.
Mit dem zunehmenden Automobilverkehr in den 1950er Jahren begann die Deutsche Bundesbahn, ihre Bahnübergänge zu entschärfen. Geschlossene Schranken bedeuteten nicht nur ein Hemmnis der freien Fahrt für freie Bürger, sondern unterbrachen auch den Fluß der Transportleistungen auf der Straße. Jeder geschlossene und durch eine Brücke oder Unterführung ersetzte Bahnübergang spielte der Konkurrenz auf der Straße in die Hände. Zudem spielten betriebswirtschaftliche Überlegungen eine Rolle, denn so ein Schrankenposten war personalintensiv. Möglicherweise bretterten ihr auch zu viele ungeduldige Kraftfahrer zu oft in die Schranken; mag sein, daß sich hierin die unbefriedigte Blitzkriegmentalität austobte. Gerhard Schreiner berichtet, daß er sich bei Nebel einmal nur durch einen beherzten Sprung zur Seite vor einem Lastkraftwagen habe retten können, der durch die Schranken gefahren war und im Garten des Bahnhauses landete. Der Wagen geriet in Flammen und hatte mehrere Gasflaschen geladen, weshalb sich der Fahrer des Wagens schleunigst verdünnisierte. Auf der ersten Seite des Griesheimer Anzeiger war daher am 16. Dezember 1964 – vermutlich eine Agenturmeldung – zu erfahren:

„Sind die Deutschen ‚gefährliche‘ Fahrer?
Fahren die Deutschen mit ihren Kraftwagen ‚gefährlicher‘ als die Verkehrsteilnehmer in USA, Frankreich, England, Italien, Belgien und Holland? Mit dieser Frage hat sich das Bundesverkehrsministerium beschäftigt und ist dabei zu einem auf den ersten Blick überraschenden Ergebnis gekommen: Der Anteil der Verkehrstoten ist, gemessen an der Zahl der Kraftfahrzeuge, relativ hoch. Dagegen kommen auf 100 Millionen gefahrene Pkw-Kilometer weniger Tote als beispielshalber in Frankreich.
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums kamen 1963 in der Bundesrepublik im Durchschnitt auf 1000 Kraftfahrzeuge 1,5 Verkehrstote. In Frankreich waren es 0,9, in Italien 1,4, in den USA 0,5, in Belgien 0,9, in den Niederlanden 1,9 und in Großbritannien 0,7.
Nach Auffassung des Bundesverkehrsministeriums muß allerdings für die Beurteilung der Verkehrssituation nicht die Zahl der Kraftfahrzeuge, sondern die Verkehrsdichte (Produkt aus Kraftfahrzeugzahl und Kilometerleistung) zugrunde gelegt werden. Dabei kamen auf 100 Millionen Pkw-Kilometer in der Bundesrepublik 12,08 Verkehrstote, in Frankreich 14,6 und in Großbritannien 7,35. Für die übrigen Länder liegen Angaben über die Kilometerleistung nicht vor.“
Nach einem kurzen Ausflug in unterschiedliche statistische Datenerhebungsmethoden folgt der unverbindliche Schluß: „Die Frage, in welchem Lande am ‚gefährlichsten‘ Auto gefahren wird, läßt sich also kaum beantworten.“ – Daß hingegen „gefährlich“ gefahren wurde, belegen die damals steigenden Totenraten und die allgegenwärtigen Zeitungsmeldungen über tödliche Wochenenden auf deutschen Straßen. Nicht so die Bahn, aber deren Schrumpfung war längst beschlossene Sache.
Anfangs der 1950er Jahre wirbt Posten 79 nicht mehr für eine lokale Biermarke, sondern erstaunlicherweise gleichzeitig für beide Giganten des Brausegetränkemarktes. Während Coca Cola schon während der Weimarer Republik in Deutschland heimisch geworden war, wurde die zuckerhaltige Konkurrenz aus dem Hause PepsiCo erst mit den GIs der US-amerikanischen Invasionsarmee hierzulande heimisch. Ob hier nur ein Straßenverkauf stattfand oder gar ein kleiner Biergarten zum Verweilen einlud, ist auf dem Bild nicht auszumachen. Es scheint so, als habe der Fotograf einen kleinen Regenguß abgewartet, ehe er das Bahnwärterhaus in Szene setzte. Wir erkennen, daß das Dach des Vorbaus verlängert wurde, um einen überdachten Stauraum zu erhalten.

Das Bahnwärterhaus befand sich im südwestlichen Zipfel der Kreuzung von Riedbahn und Überlandstraße, der eigentliche Schrankenposten auf der gegenüberliegenden Straßenseite (siehe Fotogalerie). Mit dem 1957 eingeleiteten Planfeststellungsverfahren wurde das Ende dieses Streckenpostens eingeläutet. Innerhalb eines Jahres wurde eine zunächst zweistreifige Brücke erbaut und die Straße am 11. Juli 1958 dem Verkehr übergeben. Der Griesheimer Anzeiger meldet hierzu am 12. Januar 1957:
„Der Bahnübergang an der Landstraße Darmstadt – Mainz soll am Kanzeleck noch in diesem Jahr hergestellt werden. Die Bundesstraße wird über die Bahn hinweggeführt und soll zwei Fahrbahnen enthalten, wie überhaupt die Bundesstraßen nach Möglichkeit in Zukunft wie die Autobahnen, mit zwei Fahrbahnen auf freier Strecke versehen werden sollen. Die Zu- und Abfahrtsrampen sollen je 700 m lang werden. Die Kosten sind auf vier Millionen DM veranschlagt. Die Arbeiten fallen unter das neue Straßenbauprogramm der hessischen Regierung und werden auftragsgemäß vom Straßenbauamt Darmstadt ausgeführt.“
In der Bekanntmachung des Planfeststellungsbeschlusses vom 26. September 1957 wird weiter ausgeführt, daß unterhalb der Brücke zwei parallele Wirtschaftswege vom Bahnkörper durch Zäune getrennt werden sollen. Dies wird die doch erhebliche Breite der Unterführung unter der Autobahn A67 erklären, für die heute kein Zweck mehr erkennbar ist. Da der Bahnübergang komplett geschlossen wurde, ist der Aufschrei in Griesheim verständlich, als Ende der 1950er Jahre auch der Posten 80 an der Braunshardter Hausschneise dicht gemacht werden sollte. So blieb für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr regulär nur noch der kilometerweite Umweg zum Übergang an der Weiterstädter Straße in Griesheim oder am Dornheimer Weg am Stadtrand zu Darmstadt.
Gerhard Schreiner hat die Bauarbeiten ausführlich im Bild festgehalten. In drei Fotogalerien sind die Bauarbeiten im Winter 1957/58, die Erstellung der ersten Fahrbahn und die Fertigstellung der Brücke mit der zweiten Fahrbahn festgehalten.

Am 12. Juli 1958 vermeldete der Griesheimer Anzeiger die Fertigstellung der ersten Hälfte der neuen Straße:
„Mit der vor dem 2. Weltkrieg geplanten Überführung der Bundesstraße 26 über die Riedbahn war seinerzeit schon begonnen worden. Sie konnte aber wegen Ausbruch des Krieges nicht weitergeführt werden. Nach nahezu 20 Jahren ist das Projekt nun soweit ausgebaut worden, daß der eine Teil der Überführung rechts der Bundesstraße 26 seit gestern Abend dem Verkehr übergeben werden konnte. Nunmehr kann der zweite Abschnitt in Angriff genommen werden. Die Überführung bringt dieser Hauptverbindungsstraße zwischen dem Rhein und dem südlichen Hessen eine wesentliche Entlastung insofern, als keine Bahnschranken mehr den Verkehr hemmen.“
Am 2. Februar 1959 wurde auch die andere Fahrbahnseite provisorisch freigegeben, am 14. April war es dann soweit: „Hiermit wurde nun ein wichtiger Abschnitt zur Verbesserung der Straßenverhältnisse der B 26 fertiggestellt und eine Gefahrenquelle, die ein Bahnübergang in sich birgt, ausgeschaltet.“ [4]
Von der im Bau befindlichen Brücke herunter knipste Gerhard Schreiner das nebenstehende Bild. Im Original ist es deutlich nach links gekippt. Eine ehemals preußische Personenlokomotive der Baureihe P8 (38.10–40) zieht entweder Personenzug 3619 von Goddelau-Erfelden nach Darmstadt (an 10.10 Uhr) oder Personenzug 3641 von Kaiserslautern mit planmäßiger Ankunft in Darmstadt um 8.52 Uhr.
Vor dem Bahnwärterhaus sehen wir (wie auch auf dem Bild zuvor) eine kleine Schrankenwärterbude vor dem Wohnhaus. Mit den drei Winden wurde neben den Schranken an der Bundesstraße auch der Bahnübergang an der Braunshardter Hausschneise mitbedient. Der Bau der Brücke erforderte die Verlegung des Schrankenpostens auf die andere Straßenseite; dieses Provisorium dürfte nach Ende der Bauarbeiten und der Schließung des Übergangs an der Braunshardter Hausschneise ausgedient haben. Ausführlichere Angaben zum und weitere Bilder des Schrankenpostens finden sich auf einer eigenen Seite.

Nachdem nun glücklich Anfang 1959 der vierstreifige Ausbau der neuen Rennstrecke beendet war, planten die vom Autoverkehr überrollten Straßenbauer gleich die nächste Ausbaustufe. Nach jahrelangen Diskussionen über die sinnvollste Trasse eines neuen Schnellwegs von der Mainmündung zum Neckar, hierbei war auch an eine Vorbeiführung im Westen von Griesheim gedacht [5], wurde der Bau der Autobahn vom Mönchhof-Dreieck zum Darmstädter Kreuz begonnen. Am Darmstädter Kreuz sollten sich nicht nur zwei Verkehrsadern austauschen, zudem war an die Einbindung der noch auszubauenden Bundesstraße 26 gedacht, die nun nicht mehr nach Mainz, sondern weiter geradeaus durch Griesheim ins Ried geführt werden sollte. Eine Verlängerung über den Rhein bei Oppenheim war zwar im Gespräch, wurde bislang jedoch nicht weiter verfolgt und wird vermutlich nie realisiert werden.
Am 19. Juni 1963 wurde die gerade einmal vor vier bzw. fünf Jahren ausgebaute Bundesstraße 26 zwischen Büttelborn und der Einmündung an der Straße von Darmstadt nach Griesheim wieder gesperrt, um sie vollständig autobahngerecht auszubauen. Zudem sollte die bestehende Brücke über die Autobahn von Frankfurt nach Mannheim erneuert werden. Für Griesheim bedeutete der Autobahnbau und der sich daran anschließende Ausbau der innerörtlichen Hauptader eine große Belastung. Ganz nebenbei vermeldet der Griesheimer Anzeiger am 28. August 1963 eine jährliche Belastung hessischer Industriegebiete von sieben bis acht Tonnen pro Quadratkilometer.
Das Liegenschaftsbuch Griesheim der Deutschen Bundesbahn vermerkt eine wohl 1963 geschlossene Vereinbarung zwischen der Bahn und der Straßenbauverwaltung: „Sobald die Bahnstrecke elektrifiziert wird, gestattet die Straßenbauverwaltung der DB unentgeltlich alle für den elektrischen Betrieb notwendigen Einrichtungen am Straßenüberführungsbauwerk anzubringen.“ Sieben Jahre vor der Einstellung des Personenverkehrs hielt sich die Bahn offensichtlich die Option offen, die Gleise als Güterzugdurchgangsstrecke mit modernen Elektrolokomotiven zu nutzen. Auch zwei 1966 ins Liegenschaftsbuch eingetragene Kaufverträge enthalten eine Klausel hinsichtlich einer späteren Elektrifizierung der Strecke. Irgendwann muß dann die Entscheidung getroffen worden sein, statt dessen eine kurze Verbindungskurve bei Groß-Gerau einzurichten. Als diese 1970 fertiggestellt war, hatte der Streckenast von Goddelau nach Darmstadt ausgedient.
Am 30. Juni 1965 war es soweit: der Streckenabschnitt zwischen Mönchhof-Dreieck (eigentlich nur ab der Anschlußstelle Büttelborn) und dem Darmstädter Kreuz wurde dem Verkehr übergeben. Ganz fertig war man jedoch nicht geworden, so daß die Einfädelung am Darmstädter Kreuz noch knapp ein Jahr lang bis zum 2. Juni 1966 provisorisch geführt wurde. Zudem war mit Ausnahme der Behelfsbrücke an der Autobahnbaustelle die Straßenbahn von Darmstadt nach Griesheim vollständig zweigleisig ausgebaut und fuhr somit der Konkurrenz auf der Riedbahn auf und davon.

Posten 79 war derweil aufgelöst worden und verliert sich im Dunst der alsbald von Dieselloks und Schienenbussen abgelösten Dampflokomotiven. Im Herbst 1970 wird der Personenverkehr eingestellt und die Strecke zum Anschlußgleis des Darmstädter Hauptbahnhofs degradiert. Gerhard Schreiner baut das von ihm bewohnte ehemalige Bahnwärterhaus mehrfach um, so daß es sich auf dem Luftbild etwas anders zeigt als noch Jahrzehnte zuvor. Aber auch diese laute Idylle am Wegrand in direkter Bedrohnung durch den Fernverkehr fand ihr Ende, wiederum durch einen Straßenbau. Die Stadt Griesheim plante, zu Beginn der 1990er Jahre mittels eines Nordrings die innerstädtische Durchgangsstraße zu entlasten, und bat daher die Bundesbahn, die Gleise zwischen Griesheim und Darmstadt abzubauen. Diese hatte nichts dagegen, sich endgültig aus dieser Fläche zurückzuziehen. Doch auch das Haus stand dem Straßenbau im Wege und wurde entfernt. Heute erinnert an den beiden Unterführungen – unter die Autobahn und unter den Nordring – nichts mehr an Gleise und Streckenposten; allerdings muß man und frau beidseits der Autobahn nur einige Meter weitergehen, um den nicht abgetragenen Gleisschotter zu entdecken.
Die Ironie der Geschichte will es, daß zwanzig Jahre später auch der Nordring durch eine neue Umgehungsstraße entlastet werden soll.
»» [1] Im Juli 1872 wurden die Bauarbeiten zu den neun Bahnwärterhäuschen entlang der Riedbahn zwischen Darmstadt und Wolfskehlen ausgeschrieben. Das bedeutet nicht zwangsläufig, daß umgehend mit dem Bau begonnen wurde, aber es erscheint wahrscheinlich.
»» [2] Es sind zwei Zeitspannen denkbar, in denen das Foto entstanden ist. Leider gibt es hierzu keine Angaben. Entweder entstand das Foto vor den nachfolgenden Bildern, in denen das Dach des Vorbaus verändert erscheint. Oder es entstand nach der Bau der Brücke über die Riedbahn (also 1958 und später) und zwar, bevor die Telegrafenmasten abgebaut wurden, also in den 1960er Jahren. Ersteres ist wahrscheinlicher.
»» [3] Die Union-Brauerei in Groß-Gerau wurde 1868 gegründet. Siehe hierzu auch die Arisierungsgeschichte auf der Webseite Juden in Gross-Gerau. Eine lokale Spurensuche mit einer Fortsetzung. Die Brauerei wurde 1966 (Peter Schneider bzw. Hans-Jörg Stork gibt wohl zutreffender 1967 an) von Henninger übernommen.
»» [4] Griesheimer Anzeiger am 15. April 1959.
»» [5] Griesheimer Anzeiger am 19. März 1960.
Diese Seite wurde zuletzt am 11. November 2011 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. © Walter Kuhl 2001, 2010, 2011. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
Die Fotos aus dem Stadtarchiv Griesheim sind nur mit Quellenangabe (also Stadtarchiv Griesheim) zu benutzen.
Die Karten zur Riedbahn entstammen den OpenStreetMap-Projekt und stehen unter der Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0. Sie können daher unter denselben Lizenzbedingungen auch in der von mir veränderten Form verwendet werden.
URL dieser Seite : http://walter-kuhl.de/riedbahn/posten79.htm