Side in Pamphylien war in der Antike eine zeitweise reiche, lebendige und pulsierende Stadt. Die wieder ausgegrabenen Ruinen vermitteln ansatzweise den Glanz der Vergangenheit. Die hiermit verbundenen Ausbeutungsstrukturen, die Armut und das damit verbundene Elend müssen wir uns hinzudenken.
Die Fotografien entstanden im September 2006.
Nördlich der Stadtmauer wurden die Toten bestattet. Dies waren nicht einfache Friedhöfe, wie wir sie zumeist kennen, sondern – zumindest an den Hauptstraßen – pompöse Demonstrationen der Macht und des Reichtums der Verstorbenen. Dies wurde in der Antike in vielen Städten des Mittelmeerraumes praktiziert, so auch in Side. Nur wenig ist davon erhalten. Wahrscheinlich wurden die meisten Grabbauten geplündert, als unchristlich zerstört oder als Steinbruch genutzt. Deshalb gibt es in Side auch nur verstreute Funde, wobei nicht auszuschließen ist, daß noch so manches Monument unterhalb der Erde oder des Sandes der Dünen verborgen ist.
Östlich der Verbindungsstraße vom modernen Side nach Selimiye liegt oberhalb des Nymphäum der Budbahnhof (otogar). Dieser wurde auf den im Verlauf der Jahrhunderte angewehten Dünen errichtet. Während der Busbahnhof ein unwirtlicher großer asphaltierter Platz ist, wurde gleich nebenan ein freundlicher Park angelegt, dessen einziger Nachteil ist, daß ihn keine und niemand beachtet. Dabei finden sich hier einige kleinere Ruinenreste, die jedoch nur sehr begrenzt eine Ahnung davon vermitteln können, wie großflächig und großartig die antike Metropole ausgesehen haben mag.
Der erste Ruinenkomplex liegt direkt an der Verbindungsstraße zwischen dem Monument auf dem Mittelstreifen südlich des Kreisels von Side auf der östlichen Straßenseite.
Die hier gezeigte Einfahrt zum Busbahnhof besteht in der Theorie, genutzt wird in der Praxis jedoch die nächste nach links abgehende Stichstraße. Halblinks geht es in den Park, nach links führt die ehemalige Straße von Alanya nach Selimiye. Am nördlichen Ende des Busbahnhofs stehen eine Säule, die wohl sicherlich vor wenigen Jahren dekorativ hierhin gestellt wurde, und ein Mauerrest.
Die Parkanlage liegt zum größten Teil in der prallen Sonne und eignet sich daher nicht so besonders zum Verweilen. Der angrenzende Busbahnhof ist jedoch wesentlich trostloser.
Unterhalb der Parkanlagen verläuft die Straße vorbei am Nymphäum und durch das alte Stadttor hinunter zum Theater und nach Selimiye. Kurz vor dem Nymphäum liegen einige Funde herum.
Oberhalb der Sarkophagansammlung befindet sich die Zufahrt zum Busbahnhof. Von dort kann man und frau hinunterschauen.
Zwischen Nymphäum und Stadttor verläuft ein kleiner Weg zum Busbahnhof. Von dort lassen sich die Stadtmauern von außerhalb betrachten.
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