Aquädukt. Aquädukt.

Provence

Der Aquädukt und die Wassermühlen von Barbegal

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Etwa zehn Kilometer nordöstlich von Arles befindet sich, zerschnitten durch eine Nebenstraße, ein doppelter römischer Aquädukt, der sich aus zwei Gegenden in den Alpilles gespeist hat. Eine der beiden Wasserstraßen diente der Wasser­versorgung der römischen Stadt Arelate, die andere wurde zum Betrieb von sechzehn Getreidemühlen an einem Abhang südlich von Fontvieille errichtet. Die Konstruktion dieser Wassermühlen ist zwar nicht einzigartig, aber die wohl größte und besterhaltene Anlage dieser Art. Sie stammt aus dem 3. Jahrhundert und war bis zum 5. Jahrhundert im Betrieb. Der Aquädukt selbst ist jedoch im Vergleich zu ungleich imposanteren Anlagen wie etwa beim Pont du Gard eher unspektakulär, weshalb nicht jeder Reiseführer ihn als besichtigens­wert führt. Die deutsche Wikipedia ist diesbezüglich etwas wortkarg, aber für eine Kurzeinführung mag dies reichen.

Leider war das Wetter beim nach­mittäglichen Besuch etwas diesig, so daß dieses interessante Bauwerk nur mit mäßiger Qualität abzulichten war. Dank schlechter Vorbereitung und einer Ausschilderung auf der Straße von Arles nach Fontvieille, die allein auf den Aquädukt hinweist, ist mir auch das Wesentliche entgangen: die Mühlen. Auf einer Länge von rund einem Kilometer ist der Aquädukt freistehend zu besichtigen; es ist nicht zu erkennen, ob zukünftig irgendwelche restarierenden Maßnahmen ergriffen werden sollen.

»»  Siehe auch den Artikel Les moulins de Barbegal (1986-2006) des französischen Archäologen Philippe Leveau (französisch, PDF).


Aquädukt.

Bild 1: Am Straßenrand befindet sich in Fahrtrichtung Le Paradou eine Ausbuchtung, die als Parkplatz benutzt werden kann. Beim Straßen­durchbruch ist der Aquädukt unterbrochen. Hier ist der südliche Anschluß zu sehen.

Aquädukt.

Bild 2: Der Aquädukt auf der Nordseite der Straße, von den Alpilles herkommend.

Aquädukt.

Bild 3: Das Ganze aus etwas luftigerer Perspektive.

Aquädukt.

Bild 4: Und einmal um die eigene Achse gedreht in Richtung Süden, dort, wo sich die Mühlen befanden. Dies ist der westliche Aquädukt, mit dem das Wasser direkt nach Arles geführt wurde.

Aquädukt.

Bild 5: Eine Abdeckplatte (?).

Aquädukt.

Bild 6: Detailansicht eines Bogens.

Aquädukt.

Bild 7: Und ein letztes Mal die Anlage nördlich der Straße.

Aquädukt.

Bild 8: Damit wenden wir uns dem ersten Bogen südlich der Straße zu.

Aquädukt.

Bild 9: Sehr schön ist hier die parallele Anlage der beiden Wasserleitungen zu erkennen.

Aquädukt.

Bild 10: Und ein weiterer Bogen.

Aquädukt.

Bild 11: Stützpfeiler eines Bogens.

Aquädukt.

Bild 12: Bogenreihe zum Transport des für Arles bestimmten Wassers.

Aquädukt.

Bild 13: Reste beider Aquädukte.

Aquädukt.

Bild 14: Das Ganze mal wieder aus etwas luftigerer Perspektive.

Durchbruch.

Bild 15: Waren die letzten Bilder gegen die Fließrichtung des Wassers gerichtet, drehen wir uns nun um und betrachten den Durchbruch durch den Fels, an dessen Abhang die Mühlen angeordnet waren.

Durchbruch.

Bild 16: Links (östlich) der Wasserdurchbruch für den Mühlenantrieb, rechts (westlich) die Wasserversorgung von Arles. Der westliche Aquädukt macht hier einen Knick von 90 Grad und verläuft anschließend in westlicher Richtung entlang des Felsens. Da der Kanal dort ziemlich dicht zugewachsen ist, kann der weitere Verlauf hier nicht dokumentiert werden.

Aquädukt.

Bild 17: Der Knick von oben betrachtet …

Aquädukt.

Bild 18: … und von unten.

Durchbruch.

Bild 19: Der Durchbruch durch den Fels eröffnet einen Blick auf die südliche Ebene, die in römischer Zeit versumpft gewesen sein dürfte.

Memorial.

Bild 20: Dem Entdecker der Anlage, Fernand Benoit, wurde oberhalb der Mühlen eine Gedenktafel errichtet.

Östliche Mühlenreihe.

Bild 21: Die östliche Mühlenreihe.

Westliche Mühlenreihe.

Bild 22: Die westliche Mühlenreihe.

Aquädukt.

Bild 23: Zum Abschluß noch einmal der Aquädukt, diesmal von oberhalb des Durchbruchs aus betrachtet.


Diese Seite wurde zuletzt am 20. Juni 2012 aktualisiert. Links auf andere Webseiten bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2012, 2015. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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