Luftbild auf das Fabrikviertel 1966.
Das Fabrikviertel 1966.
Baujahr.
Baujahr 1877.
Doppelhaus der Baugenossenschaft.
Baugenossenschaft.
Roeder-Brunnen an der Rheinstraße.
Maloche bei Roeder.
Fabrikgebäude in der Kirschenallee (abgerissen).
Verlassene Fabrik.

Industriegleise im Fabrikviertel Darmstadt

Aufruf der Baugenossenschaft 1869

Ein Dokument

1872 und 1893/94 wurde das Fabrikviertel mit zwei Industrie­stamm­gleisen an die Eisenbahn angebunden. Von den Mitte der 1950er Jahre noch rund dreißig Anschluß­gleisen sind (Stand 2020) nur vier oder fünf übrig geblieben.

1868 gründeten Handwerker und Arbeiter in Darmstadt eine Genossenschaft, um preiswerten Wohnraum in annehmbarer Qualität zu errichten. Diese Genossenschaft konnte nicht, wie der Bauverein für Arbeiter­wohnungen, auf reiche Kapitaleigner, Mäzene oder Durchlauchtigste Herrschaften zuückgreifen. Gamz im Gegenteil: die Einlagen, die gerade einmal zum Bau eines ersten Hauses reichen sollten, sparten frau und man sich vom Munde ab. Das auf chronischem Geldmangel beruhende Experiment scheiterte spätestens in dem Moment, als die Gründerkrise 1873 auf die arbeitenden Frauen und Männer hereinbrach.

Diese Baugenossen­schaft und das einzige jemals von ihr gebaute Doppelhaus in der Darmstädter Liebfrauen­straße werden im 13. Kapitel meiner Geschichte der Maschinen­fabrik und Eisen­gießerei Darmstadt näher vorgesetellt.

Dieses Fundstück aus den Hessischen Volksblättern vom 10. Juli 1869 verdeutlicht die schwierige Situation, in der sich die Genossenschaft von Anfang an befand. Die Reproduktion erfolgt auf Grundlage eines Scans vom Mikrofilm; die Qualität ist somit zwangsläufig bescheiden.


Aufruf der Baugenossenschaft.