Fabrik. Blick auf das Fabrikgelände. Quelle: Adreßbuch 1908.

Industriegleise im Fabrikviertel Darmstadt

Die Adreßbücher von 1843 und 1845

Anlage 14 zur Unternehmensgeschichte / Dokumentation

1837 gründete der Mechanikus Johann Ludwig Buschbaum mit Partner(n) das Maschinenbau­unternehmen „Buschbaum & Comp“. Einer oder der einzige der stillen Teilhaber war der Münzrat Hektor Rößler, dem auch das Grundstück und die Gebäude der Maschinenfabrik gehörte. Hektor Rößler selbet lebte im Münzgebäude. 1844 verließ Buschbaum das Unternehmen, das nunmehr als „Maschinenfabrik und Eisengießerei Darmstadt“ firmierte. Seine neuen Direktoren hießen Friedrich Rößler, der jüngere Bruder des Münzrats, und August Wernher, der zuvor Teilhaber an der Ludwigshütte bei Biedenkopf gewesen war. Die genaueren Umstände dieser Veränderung sind nicht bekannt.

Die beiden Adreßbücher belegen den Wechsel. 1843 wohnte Johann Ludwig Buschbaum noch auf dem Werksgelände, und zwar in den Gebäude, das Jacon Alleborn 1820 als „Neues Chaussehaus“ errichten ließ. Friedrich Rößler wohnte im linken Seitenbau in einer Wohnung aus fünf Zimmern mit kleiner Küche. Obwohl beide auf demselben Grundstück wohnten, das im Brand­versicherungs­kataster unter Litera F Nr. 209 eingetragen war, findet sich bei Buschbaum der Zusatz „Arheilger Chaussee“, während es bei Friedrich Rößler „Vor dem Mainth[or]“ heißt. Damit werden die Wohn­verhältnisse in zwei verschiedenen Gebäuden desselben Areals (auch geografisch) ausgedrückt. Des weiteren werden alle Schencks aufgeführt, die das Adreßbuch als Bewohner der Stadt aufführt, weil in einer Verkaufs­annonce von 1837 ein Freiherr von Schenck für etwa 1832 bis 1837 als Mieter des Rößler'schen Anwesens genannt wird. 1845 hat nunmehr August Wernher die Wohnung in F. 209 bezogen, wobei im Adreßbuch der Zusatz in „Vor dem Mainthor“ abgeändert erscheint, während Buschbaum seine Werkstätte vorerst in einen Gebäude­komplex mit der Katasternummer F. 206 verlegte.

Erst das Adreßbuch von 1854 wird bei F. 209 neben dem Eigentümer Münzrath Rößler den Zusazu „Eisengießerei und Masch.-Fab.“ führen.

Diese Anlage bezieht sich auf die ersten drei Kapitel der Unternehmens­geschichte, sowie auf Kapitel 18 zur Entwicklung des Neuen Chausseehauses zum Ristorante Sardegna.


Das Adreßbuch von 1843

Adreßbuch Münze F 36. Adreßbuch Fabrik F 209. Adreßbuch Buschbaum. Adreßbuch Rößler. Adreßbuch Schenck. Adreßbuch Wernher.

Das Adreßbuch von 1845

Adreßbuch Fabrik F 209. Adreßbuch Buschbaum. Adreßbuch Rößler. Adreßbuch Wernher.

 
 
 
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