Rangierfahrt im Fabrikviertel. Rangierfahrt im Fabrikviertel 2010.

Industriegleise im Fabrikviertel Darmstadt

Stahltransport auf der Mainzer Straße im Oktober 2013

Dokumentation

1872 und 1893/94 wurden die beiden ersten Industriestammgleise zum Darmstädter Fabrikviertel eingerichtet. Dieses Fabrikviertel bildete sich mit der Westexpansion der Stadt Darmstadt Ende des 19. Jahrhunderts und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts heraus. Von den Mitte der 50er Jahre rund dreißig, Anschlußgleisen sind nur noch wenige übriggeblieben.

Die ohnehin unregelmäßig verkehrenden Güterwagen abzupassen, ist gar nicht so einfach. Einen festen Fahrplan gibt es nicht; die Anlieferung geschieht nach Bedarf kurzfristig. Am 22. Oktober 2013 konnten Benedikt Groh und Andreas Kohlbauer eine Stahllieferung für das Unternehmen Hofmann-Rieg fotografisch festhalten. Beiden Fotografen sei für die Überlassung ihrer Aufnahmen an dieser Stelle gedankt. Benedikt Groh ist Autor einer Webseite zum Güterbahnhof Neu-Isenburg.


Auf der Rampe.

Bild 1: In der Regel wird nur ein einzelner Rungenwagen zugestellt. Die Rangierfahrt beginnt im Güterbahnhof und geht zunächst gen Norden bis etwa in Höhe der Pallaswiesenstraße. Von dort führt eine geschwungene Rampe auf die Mainzer Straße, wo sich die Zuführung auf drei Industrie­stammgleise verzweigt. Das Teleobjektiv verdichtet den Raum, in dem der von Gravita 261 057-4 geschobene Rungenwagen gut hundert Meter vom Fotografen entfernt rollt. Aufnahme: Bendikt Groh.

Neben der Straße.

Bild 2: Selbstverständlich herrscht an diesem Vormittag reger Autoverkehr, was das Fotografieren zur besonderen Herausforderung werden läßt. Dafür wird das Persönlich­keitsrecht des Lrf (Lokrangier­führer) perfekt gewahrt. Aufnahme: Benedikt Groh.

Auf Höhe Stöckel.

Bild 3: Dort, wo einst der Gleisanschluß der Firma Preussag verlief, münden zwei Stichstraßen auf die Mainzer Straße ein. Der Lrf ist es jedoch gewohnt, daß Autofahrer hier unvorsichtig agieren, und ist entsprechend vorsichtig unterwegs. Die Fabrikhalle links gehört der Firma Stöckel, die bis etwa 2000 ebenfalls einen Gleisanschluß besaß. Aufnahme: Benedikt Groh.

Blick in die Ferne.

Bild 4: Dennoch ist der Zug hier derart fix unterwegs, daß er zu Fuß nicht zu verfolgen ist. Die beiden Gleise der Firma Evonik sind allerdings heute nicht das Ziel der Reise. Aufnahme: Benedikt Groh.

Übergabe Rungenwagen.

Bild 5: Doch bevor der Rungenwagen zugestellt werden kann, muß er erst einmal zwischengeparkt werden. Es stand nämlich im Hof der Firma Hofmann-Rieg ein in der Woche zuvor angelieferter Rungenwagen zur Abholung bereit, so daß zunächst ein bißchen rangiert werden mußte. Deshalb wurde der neue Rungenwagen zunächst abgestellt und der alte herausgezogen. Beide wurden anschließend gekuppelt und wieder ins Gelände der Firma hineingedrückt. Abschließend zog die Gravita den leeren Rungenwagen hinter sich her und entschwand auf flinken Sohlen. Aufnahme: Andreas Kohlbauer.


 
 
 
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