Darmstadt Hauptbahnhof um 1912. Ansichtskarte des Darmstädter Haupt­bahnhofs, um 1912.

Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau

Ausgelagert: Neue Inhalte, Motive und viele Links

Zum Verständnis der Dokumentation

Vor – Stand 2020 – zwölf Jahren begann ich zaghaft, einzelne Aspekte der Riedbahn zwischen Darmstadt und Goddelau zu erforschen und mittels einer Webseite zu verarbeiten. Wie konnte ich ahnen, daß daraus nunmehr mehr als vierhundert Unterseiten zu vielfältigen Themen der Darmstädter und südhessischen Eisenbahn- und Industrie­geschichte entstehen würden?

Diese, aus der Startseite der Dokumentation ausgelagerte Unterseite enthält:

Die neuesten Unterseiten und mehr

»»  Die Chronik vorheriger Ergänzungen seit 2009 wurde auf eine eigene Archivseite ausgelagert. Kleine Rechtschreib- und Satzkorrekturen bleiben hierbei ebenso unberücksichtigt wie interne, meist unmerkliche, aber sinnige Designänderungen.

Planspiele, die der Umsetzung harren

Voraussichtlicher Fortgang der Arbeiten am Riedbahnprojekt, Planung für 2020 bis 2022:

Bestehende Seiten, die dringend überarbeitet werden müßten:

Wie alles begann …

Meine Riedbahn-Seiten sind als work in progress zu betrachten. Mal finde ich hier etwas, mal lese ich dort etwas Neues. Solcherart zusammengetragen, verändern sich die Riedbahn-Seiten, werden sie ausgebaut oder durch zusätzliche Seiten ergänzt. Die ursprüngliche Annahme, diese Dokumentation bis Ende 2008 fertiggestellt haben zu können, war wirklich­keitsfremd. Je länger man sucht, desto mehr neue Quellen tun sich auf, die wiederum gesichtet werden wollen; ein Kreislauf, der noch lange nicht endet. Zudem hoffe ich, die eine oder andere Fotografie aus dem 19. oder beginnenden 20. Jahrhundert finden zu können. Fehlen wird auch nicht eine Geschichte dieser Eisenbahnstrecke, die zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch als so bedeutend angesehen wurde, daß sie 1901 zweigleisig ausgebaut wurde. Nach Ende des 2. Weltkriegs nahm diese Bedeutung aufgrund des zunehmenden motorisierten Individualverkehrs ab, so daß die Strecke für den Personen­verkehr 1970 und auch für den Güterverkehr bald darauf stillgelegt wurde.

Spuren dieses Teilstücks der Riedbahn finden sich vor allem zwischen Darmstadt und dem Weiterstädter Stadtteil Riedbahn, sowie mit dem Schotterbett im Wald zwischen Riedbahn und der Griesheimer Stadtgrenze. In und westlich von Griesheim sind die Spuren rar. Der Verlauf der Strecke bis nach Goddelau kann jedoch noch recht gut auf modernen Karten oder dem digitalen Kartenwerk eines US-amerikanischen Monopolisten verfolgt werden.

Sowohl diese Übersichtsseite als auch die interne Struktur der gesamten Webseite sollen nach und nach angepaßt und besser zugänglich gemacht werden. Immerhin umfaßt das Projekt [Stand Ende 2019] ungefähr 400 Unterseiten, die gänzlich ohne Content Management System verwaltet werden – verrückt, nicht? –, womit Inkonsistenzen und ins Leere laufende Verlinkungen geradezu zwangsläufig sind. Die schönste Strecken­dokumentation ist jedoch unvollständig ohne Lokomotiven, Waggons, Bauten und Streckenfotos. Da ich selbst ein paar Jahrzehnte zu spät gekommen bin, suche ich weiterhin nach eben solchen Fotografien, egal aus welcher Zeit.

Nicht alle Quellen sind zuverlässig, nicht alle in Urkunden und Büchern zu findende Daten korrekt. Manches bleibt widersprüchlich. Übertragungs- und Tippfehler sowie syntaktisch nicht zuende gedachte Satzgebilde sind ärgerlich, aber kommen vor. Für Hinweise hierauf bin ich dankbar und betrachte sie nicht als Besser­wisserei von Menschen, die anderswo nach Fehlern suchen. Fehler sind dazu da, gemacht zu werden und daraus zu lernen, es besser zu machen. Soweit sich Widersprüche in verschiedenen Darstellungen und Unterlagen finden, versuche ich, sie begründet aufzulösen, oder lasse sie als Widerspruch stehen. Die zahlreichen Links und Literaturlisten sollen es anderen neugierigen Frauen und Männern ermöglichen, meine Darstellung nachvollziehen zu können, sie zu überprüfen oder gar unter einem anderen Blickwinkel zu korrigieren.

Als politischer Mensch nenne ich die Dinge beim Namen. Ich bezeichne Ausbeutung als Ausbeutung und nicht als Markt­wirtschaft, habe für Militär und Krieg, egal mit welcher schön­färberischen Begründung, etwa dem Einsatz für angebliche Menschenrechte, nichts übrig, und benenne die Ausplünderung anderer Länder und insbesondere deren Bewohnerinnen und Bewohner nicht als „terms of trade“, sondern betrachte sie als ein Verbrechen. Das gilt nicht nur für die deutschen Raubzüge im Krieg von 1870/71, im Ersten und Zweiten Weltkrieg, sondern auch für neokoloniale heutige Zeiten. Dies findet sich in meinen diversen Darstellungen auf dieser Webseite auch genauso wieder. Das mag für manche Lesende störend wirken, und hätte dann seinen Zweck erfüllt. Die nachfolgenden Institutionen und Einzelpersonen sind für meine Gedankengänge und Schlußfolgerungen jedoch nicht verantwortlich zu machen.

Danken möchte ich an dieser Stelle den immer ansprechbaren, freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatsarchivs Darmstadt sowie dem Eisenbahn­museum in Darmstadt-Kranichstein. Angenehm war auch der Kontakt zu den Stadtarchiven in Griesheim, Weiterstadt und Darmstadt zur Einsicht in weitere Archivalien; so entstammen einige der hier gezeigten Bilder der im Stadtarchiv Griesheim digital aufbereiteten Sammlung von Erich Müller. Was Volker Raabe dort aus alten und schlecht erhaltenen Bildern digital herausgezaubert hat, ist beeindruckend. Danken möchte ich auch den Mitarbeitern des Merck-Archivs in Darmstadt und des Historischen Archivs der Commerzbank in Frankfurt für ihre unkomplizierte und wertvolle Hilfe. Wichtige Impulse erhielt ich von einem Bewohner der Weiterstädter Riedbahn, der selbst das eine oder andere Material gesammelt hatte. Seine Kontakte zu Zeit­zeuginnen und Zeitzeugen erschlossen mir weitere, ansonsten in Fotoalben verstaubende Bilder. Diese und weitere Bilder und Dokumente erhielt ich von unzähligen Frauen und Männern, die einzeln auf einer eigenen Seite aufgeführt werden.

Ohne meine damalige Hausärztin, die mich – wie das in ihrer Zunft so üblich ist – wenn schon nicht zum Sport, so doch zum Radfahren verdonnerte, wäre ich allerdings nicht über die seltsamen Gleisreste in der Nähe des Darmbachs zwischen Riedbahn und Gehaborn gestolpert. Dort fing alles an.

Zu Eisenbahnen, Straßenbahnen und anderen Bahnen im südhessischen Raum gibt es eine ganze Reihe interessanter Webseiten.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt digitalisiert weiterhin historische Werke aus ihren Beständen. Das können allgemein gehaltene Standardwerke des 19. Jahrhunderts sein, spezielle Abhandlungen über das Eisenbahn­wesen in Darmstadt und Südhessen oder Schriften der oder zur Hessischen Ludwigsbahn und Main-Neckar-Eisenbahn. Das Œuvre umfaßt Monografien, Zeitschriften, Pläne und Bildbände. Die Schriften können einzeln als Grafikdatei oder vollständig als PDF heruntergeladen werden. Hier lohnt auf jeden Fall ein Blick auf das Portal historisches Eisenbahnwesen.

2018 war dort die Digitalisierung der Darmstädter Zeitung abgeschlossen, 2019 wurde mit der noch aufwendigeren Digitalisierung des Darmstädter Tagblatts begonnen. Das bereitet mir Freude und Kummer. Einerseits kann ich aus der Ferne auf die Zeitungsbände zugreifen, andererseits ist die Menge an neuem Material einfach erschlagend. Eine Suchfunktion mittels OCR wäre wünschenswert, aber hier liegt der Hase im Pfeffer, oder eher: das Lesen antiker Schriften stellt sich auch für künstliche Intelligenzen als nicht so einfach heraus, und Lizenzen lassen sich die Software­unternehmen üppig bezahlen.

Die Links zu diesen Seiten wurden zuletzt im Mai 2018 überprüft. Zwischenzeitlich wurden manche, aber nicht alle Seiten auf https umgestellt; andere verschwanden gar, weil sie die Datenschutz­grundverordnung und die Urheberrechts­reformen der Europäischen Union nicht ganz zu Unrecht als Angriff auf das freie Internet betrachtet haben. Hinweis: Manche der nachfolgenden Seiten finanzier(t)en sich auch über eingeblendete nervtötende Werbung. Gegen diese Plage gibt es jedoch einfach zu installierende Werbeblocker, die für die Daten­sammelbande und die Nervtöter der Werbebranche und ihrer verbündeten Zeitschriften- und Zeitungsredaktionen selbstredend ein großes Ärgernis darstellen.

Tiefsinnige Interventionen zur Darmstädter Geschichte und Politik finden sich auf Jörg Helénes Blog. Wer etwas über die lokale Bigotterie, das städtische Spießbürgertum und den jahrhunderte­lang wirksamen Antisemitismus erfahren möchte, ist auf seinem Blog weitaus besser aufgehoben als mit den vielbändigen Monologen, die alleine die „Geschichte von oben“ nachbeten. Danke, Jörg, es ist immer wieder ein Vergnügen, dort hineinzuschauen.

Daniel Jünger aus Griesheim hingegen befaßt sich mit den Ursprüngen Griesheims, seiner langen Geschichte, aber auch mit modernen Facetten der kommerziellen Urbarmachung einer kleinen Stadt auf den Sanddünen am Rande des hessischen Rieds. Folgerichtig nennt er seine Webseite Stadt.Land.Sand.

Michael Siebert schreibt auf seiner Webseite Homers Heimat nicht nur, wie frau oder man erwarten könnte, ideologie­kritisch über die griechische Antike, sondern nimmt auch pointiert und vor allem durchdacht Stellung zu sinnigen und häufiger unsinnigen Kapriolen der Darmstädter Verkehrspolitik – gerade unter Grün-Schwarz.


 
 
 
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