Karte zur Riedbahn. Fundort des Durchlasses im Darmstädter Nordwesten.

An der Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau

Der Durchlaß für die Hammelstrift – Metamorphosen

Dokumentation

1869 wurde die Riedbahn zwischen Darmstadt und Worms eröffnet. Die heutige Riedbahn mit ihrem Hauptverlauf von Mannheim nach Frankfurt wurde erst zehn Jahre später errichtet. Dokumentiert wird auf meinen Riedbahn-Seiten der Streckenabschnitt zwischen Darmstadt und Goddelau.

Die Hammelstrift verlief ursprünglich vom Westen Darmstadts nach Kranichstein. Heute heißt nur noch das Kranichsteiner Teilstück so. Als wichtiger nördlich der Stadt verlaufender land- und forts­wirtschaftlicher Feld- und Waldweg erhielt er einen Durchlaß unter dem Bahndamm des im Zuge des Neubaus des Haupt­bahnhofs bis 1912 fertig­gestellten Gleises der Main-Neckar-Bahn von Frankfurt nach Darmstadt. 1999 wurde parallel zur Bahntrasse die B3-Umgehungs­straße von Norden kommend an Arheilgen vorbeigführt, die bislang an der Darmstädter Kläranlage endet. Hierbei wurde die alte Hammelstrift durch den neu aufgeschütteten Damm gekappt. Zehn Jahre später errichtet die Deutsche Bahn AG rund 200 Meter weiter nördlich eine neue Spannbeton­brücke über die Gleisanlagen des Abzweigs Bergschneise [⇒ E3] und verlagert somit auch das Gleisbett. Hierbei ist der alte Durchlaß im Weg. Da er keinerlei Sinn mehr enthält, wird er nun einfach zugeschüttet. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht zu den Metamorphosen dieses Durchlasses von 2008 bis 2010.

»»  Der Ort dieses Durchlasses ist auf dem Lageplan von 1906 mit der Sigle [⇒ E4] eingezeichnet.


Mai 2008.

Mai 2008: So dürfte sich der Durchlaß in den vergangenen zehn Jahren präsentiert haben. Hinter einer kleinen Aufschüttung am Wegrand ist der Durchlaß noch intakt.

Mai 2008.

Mai 2008: Allerdings endet der früher hier verlaufende Weg abrupt am Damm der neuen Bundesstraße.

April 2009.

April 2009: Fast ein Jahr später machen sich die Erdarbeiten für die neue Brücke auch hier bemerkbar.

April 2009.

April 2009: Gut zu sehen die parallel zum Bahngleis verlaufende Bundesstraße. Als praktisch erweist sich der Durchlaß um auf der gegenüber liegenden Seite Erdmaterial aufzuhäufen und zu verteilen.

Mai 2009.

Mai 2009: Jetzt schon mit mehr Bewuchs am Straßendamm, aber der Durchlaß ist noch offengelegt.

Juni 2009.

Juni 2009: Der Durchlaß wird als Rangierraum genutzt.

August 2009.

August 2009: Der weitere Baufortschritt schüttet den Durchlaß langsam zu.

August 2009.

August 2009: Interessant sind auch die Haken am Gewölbe. Hier hing vermutlich einmal ein Höhen-Warnschild.

Dezember 2009.

Dezember 2009: Allenfalls zu erahnen ist, daß der Weg einmal unter dem Bahndamm seine Fortsetzung gefunden hatte.

Dezember 2009.

Dezember 2009: Der Durchlaß ist verfüllt. Als Reminiszenz ist auf dem Bahndamm noch ein Mäuerchen sichtbar.

Februar 2010.

Ende Februar 2010: Die Spannbetonbrücke ist soweit fertiggestellt, daß auf ihr der Bahnbetrieb aufgenommen werden kann. Am letzten Februarwochen­ende wird die Strecke gesperrt, um die notwendige Gleisverle­gung durchzuführen. Das im Dezember noch aufrecht stehende Stützmäuerchen wurde zwischen­zeitlich abgetragen und wartet nun als Bruchstein­haufen auf den Abtransport.

März 2010.

März 2010: Der Betrieb auf der neuen Brücke ist aufgenommen, die alte Brücke abgerissen, der Bahndamm weitgehend planiert. Nichts würde mehr an einen Durchlaß erinnern, wäre da nicht ein verräterischer Steinhaufen am rechten Bildrand. Mal sehen, wann auch dieser verschwindet.

Steinreste.

Auch März 2010: Direkt neben dem Bruchstein­haufen am Wegesrand wurden – vermutlich – die Steine des Brückengeländers auf Paletten gelagert.

Winterbild.

Dezember 2010: Im Schneetreiben der Vorweihnachts­zeit legt ein weißer Film den Mantel des Vergessens über den Schauplatz der Runderneuerung. Auch die Steinpaletten sind verschwunden.

In der Nähe dieses Durchlasses gab es noch:


 
 
 
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