Rangierfahrt auf der Riedbahn.
Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau
Walter Kuhl
Rangierfahrt auf der alten Riedbahn.
Rangierfahrt auf der Riedbahn.
Überwerfung am Wöhlerweg.
Überwerfung am Wöhlerweg.
Durchlaß an der Küchenmeisterschneise.
Küchenmeisterschneise.
Griesheim Wagenhalle.
Griesheim Wagenhalle.
Bahnhof Riedstadt-Goddelau.
Bahnhof Goddelau.

Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau

Ein Streifzug durch Griesheim im Hessischen Ried

Erkundungen auf der alten Riedbahntrasse, Teil 7

1869 wurde die Riedbahn zwischen Darm­stadt und Worms eröffnet. Die heutige Riedbahn mit ihrem Haupt­verlauf von Mannheim nach Frankfurt wurde erst zehn Jahre später errichtet. Doku­mentiert wird auf meinen Riedbahn-Seiten der Strecken­abschnitt zwischen Darm­stadt und Goddelau. Die Geschichte der Riedbahn wird an anderer Stelle meiner Webseite ausführ­lich abgehandelt.

Einhundertundein Jahre lang fuhren Personen­züge (und manchmal sogar Schnell­züge) von Gries­heim nach Darmstadt und Worms, nach Mannheim und Kaisers­lautern. 1970 endete diese Ära, 1991 wurden die Gleise abgerissen. Die alte Trasse wurde entweder als Grün­streifen belassen oder als Neubau­gebiet bewohnbar gemacht.

Zur besseren Orientierung kann in einem eigenen Tab oder Fenster ein Ausschnitt des Stadtplans von Griesheim aufgerufen werden.

Ich danke dem Stadt­archiv Griesheim und Uwe Breitmeier für die Über­lassung einzelner Aufnahmen.


Die ökologische Nische

Am Ortseingang von Griesheim verläßt die Trasse der Riedbahn den Wald und wird nunmehr begleitet von einer orts­üblichen Einfamilien-Mono­kultur und einem unver­meidlichen Gewerbe­gebiet. Der im Wald noch vorhandene Schotter­belag kommt parallel zum Nordring in Gries­heim an. Ab hier wurde genügend Material abgetragen, so daß nunmehr ein dichterer Pflanzen­bewuchs möglich wird. Seit 1872/73 stand links vom Waldweg als Solitär das Bahn­haus 78, das bis 1924/25 den Bahn­übergang für den Feldweg Richtung Gehaborn und Weiter­stadt zu bewachen hatte. Dieser Posten wurde damals aufgegeben und an die Hofmann­straße verlegt. Das 2012 durch einen Neubau ersetzte Bahnhaus war ein Typenbau der Hessischen Ludwigs­bahn, wie er auch an anderen Stellen zwischen Darm­stadt und Goddelau errichtet wurde. Von diesen ursprüng­lich neun Bahn­häusern sind nur noch drei erhalten, die zwischen­zeitlich umgebaut, moderni­siert und damit ver­fremdet wurden.

Bald nach dem Nordringkreisel beginnt ein mehrere hundert Meter langer Grün­streifen, der als Fuß- und evtl. Radweg ausgebaut ist. Eine kleine Oase zwischen Asphalt und Betonbauten, an deren Ende als Reminiszenz ein Flüge­lsignal mit Widmung auf­gestellt wurde. Das Signal stand 2001 noch neben dem Güter­schuppen.

Bahnhaus.

Bild 1: Das Bahnhaus im April 2010. Rechts im Gebüsch dampfte die Riedbahn.

Bewachsene Trasse.

Bild 2: Die Riedbahn­trasse zwischen Nordring (links) und Waldweg (rechts). Aufnahme wie bei den folgenden im Juni 2008.

Bewachsene Trasse.

Bild 3: Die Riedbahn­trasse am Nordring­kreisel.

Radweg auf der Trasse.

Bild 4: Grünstreifen mit Sandweg und einigen dekorativen Schotter­resten.

Hektometerstein.

Bild 5: Ein stummer Zeuge der Vergangen­heit.

Bü 78 Hofmannstraße.

Bild 6: Der Bahnüber­gang 78 Hofmann­straße kurz vor dem Abbau der Strecke 1991. Quelle: Stadt­archiv Gries­heim, em2008.0027.

Dort, wo das Gleisbett nicht breit genug gewesen ist, um es mit einer weiteren Wohn­bebauung wie auf dem einstigen Bahnhofs­gelände zu vermarkten, soll ein ökologisch wertvolles Areal ent­stehen.

„Für Natur­schützer steht eines fest: Der kostbarste Flecken Gries­heims ist die still­gelegte Trasse der früheren Riedbahn. Dort liegen ‚ökologisch sehr wertvolle Flugsand­flächen‘, auf denen stark gefährdete Pflanzen­arten wie ‚Staudenlein‘ und ‚Sandstroh­blume‘ gedeihen. ‚Bundes­weit bedeutsam‘, nennt Dr. Ulrike Licht vom ‚Planungs­team‘ das Areal.“

Auf Grundlage eines Gestaltungs­konzepts für die ehemalige Bahn­trasse sollten nun „ökologisch wertlose“ Bäume wie die Robinie und die Späte Trauben­kirsche fallen, statt dessen ver­einzelt Kiefern und Eichen stehen bleiben. Um die Flug­sande aus der letzten Eiszeit wieder hervor­zuholen, solle die darüber liegende Humus­schicht ausge­recht werden. Glücklicher­weise liegt dieser schmale Streifen zwischen Wohn- und Industrie­gebiet, so daß die noch zu Beginn des 20. Jahr­hunderts anzu­treffenden Wander­dünen wohl nicht wieder für Ver­wehungen sorgen werden.

„Dort, wo sich die Trasse noch im bebauten Gebiet befindet (Westen), soll sie als Grün­gürtel mit Puffer­funktion ausge­bildet sein. In Richtung Osten ist ein langsames Über­gehen in natur­nahen Bewuchs vor­gesehen, wobei die Planer eine ‚Ver­zahnung‘ mit dem angren­zenden Wald anstreben.“

Von der angestrebten Fort­führung bis hin zur Auto­bahn und dem ihr vorge­lagerten Nordring war weder im Sommer 2008 noch in den Folge­jahren etwas zu bemerken. Die ökologisch vergiftete Schotter­trasse bleibt sich selbst über­lassen.

„Dort schlummert ein Gebiet ‚von europäischer Bedeutung‘, versichert der Experte von der TU Darmstadt. Dort sei, zwischen 120 Pflanzen­arten (acht stehen auf der Roten Liste), auch die seltene Ödland-Heu­schrecke zu Hause.“ 

Im Haushalts­entwurf für das Jahr 2002 fanden sich für diese Maß­nahmen zunächst 5.000 Euro. Eigen­tümerin der einzu­richtenden Grün­fläche zwischen der Wohn­bebauung auf dem einstigen Bahnhofs­gelände und der Wald­grenze ist nunmehr die Stadt Gries­heim.

Formsignal.

Bild 7: Ein geflügelter Zeuge der Vergangen­heit, aber nicht ganz stumm. Er erzählt: „Betriebs­gelände der ehe­maligen Riedbahn mit lebhaftem Personen- und Güter­verkehr von 1868 – 1970“.

Direkt neben dem Signal befindet sich ein Schau­kasten mit Angaben zum Gestaltungs­konzept für die ehe­malige Bahn­trasse. Die im Text ange­führte „merkliche Berei­cherung des Wohn­umfeldes“ scheint sich jedoch noch nicht herum­gesprochen zu haben. Meinen Beob­achtungen zufolge wird dieser Grün­streifen kaum angenommen, aber das kann auch am Wochentag, der Tageszeit oder der Jahres­zeit gelegen haben. Sicher­lich ist es nicht falsch, ökolo­gische Nischen zu erhalten oder zu rena­turieren, doch mir scheint es, daß es sich hierbei eher um ein Spielzeug der Lokalen Agenda 21 handelt.

Gestaltungskonzept „Ehemalige Bahntrasse“

Sie befinden sich auf der Trasse der ehemaligen ‚Riedbahn‘, die seit Aufgabe der Nutzung im Jahr 1977 mehr oder weniger brach liegt.

Auf dieser Fläche haben sich in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Pflanzen und Tiere ansiedeln können, für die diese ungenutzte Fläche im besiedelten Umfeld von großer Bedeutung ist.

Das städtische Umweltamt hat daher vorgesehen, diesen Lebensraum dauerhaft zu sichern und für die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu entwickeln. Gleichzeitig soll die Fläche für die Erholung der Bevölkerung eine attraktivere Gestaltung erhalten.

Diese beiden Ziel­setzungen sind in das ‚Gestaltungs­konzept ehemalige Bahntrasse‘ eingeflossen, das für den Bereich zwischen der Georgstraße im Westen und der Autobahn im Osten erstellt wurde.

Die Umsetzung des Konzeptes im Bereich zwischen der Georg- und der Hofmann­straße wurde im Frühjahr 2003 mit folgenden Maßnahmen in Angriff genommen:

  1. Beseitigung nicht heimischer Gehölze (v.a. Robinien und Ziergehölze): Diese Maßnahme ist notwendig, um ausreichend Fläche für das Anpflanzen einheimischer Bäume und Sträucher zu schaffen. Diese sind für die heimische Tierwelt von großer Bedeutung.
  2. Herstellung eines Rad- und Fußweges; eine etwa 2 m breite befestigte Fläche, die neben dem vorhandenen Schotterkörper verläuft und eine Beleuchtung hat.
  3. Pflanzung einheimischer Bäume und Sträucher: Entwicklung naturnaher Hecken und Baumhecken sowie Pflanzung einer Kirschbaum­reihe.

Nach der Fertigstellung wird die neu gestaltete Grün­fläche noch eine Weile zur Entwicklung benötigen. Danach wird sie für die Anwohner eine merkliche Bereicherung des Wohn­umfeldes sein. Natürlich sind auch Sitz- und kleine Spielmöglichkeiten vorgesehen.

Die Stadt Griesheim ist Eigentümerin dieser Fläche. Vielfach wurde der Bahnkörper auch als Lagerfläche genutzt oder private Pflanzungen dort vorgenommen. Dies bitten wir künftig auch gerade aus ökologischen Gründen nicht mehr vorzusehen und es wird auch nicht gestattet. Wir hoffen mit dem gesamten Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur „ökologischen Vielfalt“ leisten zu können.

In den nächsten Jahren werden weitere Abschnitte umgestaltet. Wandern Sie doch einmal entlang der Bahntrasse und gehen Sie auf Entdeckungs­reise. Es lohnt sich!

Quelle: Aushang im Schau­kasten.

Vielleicht sollte ich in diesem Zusammen­hang daran erinnern, daß der Begriff der „heimischen“ Gewächse ein sehr relativer ist. Betrachten wir allein den Zeitraum seit der letzten Eiszeit, so werden wir eine mehrfache Ver­änderung dessen feststellen, was wir „Natur“ zu nennen pflegen. Gehen wir zeitlich weiter zurück in die Eiszeit oder betrachten wir die Angelegen­heit sogar in geologischen Zeit­räumen, dann ist nichts so beständig wie der Wechsel der „heimischen“ Tier- und Pflanzen­welt. Ein Besuch in der Grube Messel kann hierbei sehr aufschluß­reich sein.

Abgefahren und zugebaut

Der Abriß der Strecke eröffnete der Stadt Gries­heim seit 1991 neue Möglich­keiten, den zunehmenden Bedarf an Wohnraum elegant zu befriedigen. Das markante alte Stellwerk an der Schöne­weiber­gasse wurde abgerissen. Die Einfahrt in den Bahnhofs­bereich mutierte alsbald zu einer Brache mit viel Gestrüpp und Zivilisations­müll. Der alte Güter­schuppen der Konsum­genossen­schaft wurde bis 2004 als Jugend­zentrum „Jugend­bahnhof“ genutzt, bevor die Kinder und Jugend­lichen weitab von jeglicher Infra­struktur ganz in den Norden des Industrie­gebiets in eine „Blue Box“ aus­gelagert wurden. Der verlassene Rest des einstigen Güter­schuppens stand dann jahrelang leer, bevor er 2010 zugunsten eines weiteren Neubau­projekts abgetragen wurde. Nunmehr steht auf der vorherigen Brach­fläche eine den Gesetzen des Marktes gehorchende Senioren­wohnanlage.

Bü 77 Schöneweibergasse.

Bild 8: Die Bahnhofs­einfahrt an der Schöne­weiber­gasse 1991. Quelle: Stadt­archiv Gries­heim, em2008.0028.

Brachfläche.

Bild 9: Dieselbe (wie auch die folgenden) im Juli 2008.

Brachfläche.

Bild 10: Zivilisationsmüll.

Güterschuppen.

Bild 11: Der Güter­schuppen aka Jugend­bahnhof (Gleisseite).

Güterschuppen.

Bild 12: Der Güter­schuppen aka Jugend­bahnhof an der Ecke Am Bahnhof und Schöne­weibergasse im Juni 2008.

Der letzte reguläre Personen­zug verließ am Samstag­abend des 26. September 1970 um 19.59 Uhr den Griesheimer Bahnhof. Bereits am Samstag­vormittag war der Bahnhofs­schalter offiziell für den Personen­verkehr geschlossen worden. Auch die Gepäck­beförderung wurde eingestellt. Zwanzig Jahre lang fuhren auf der auf ein Gleis reduzierten Riedbahn noch Güterzüge Griesheim an. Einmal oder manchmal auch zweimal am Tag wurden Güter­waggons von Darmstadt nach Gries­heim und zurück gebracht, aber ein wirkliches Interesse hatte die Bundes­bahn hieran nicht. Das Bahnhofs­gebäude wurde nach einer heftigen Auseinander­setzung wegen der beab­sichtigten Nutzung des Bahnhofs­geländes als Schrott­platz von der Stadt Gries­heim ange­kauft und zum Bauhof umfunk­tioniert. Durch Umbau wurde der einstmals eher kubische einstöckige Bau zur Unkennt­lichkeit verändert. Selbst auf den zweiten Blick fällt es schwer, in dem Betriebs­gebäude einen Bahnhof erkennen zu wollen.

Die Gleis­anlagen westlich der Pfützen­straße wurden alsbald voll­ständig abgebaut und durch einen „Promenaden­weg“ ersetzt. Heutzutage würde es Förder­gelder für einen Radweg regnen. 

Im August 1977 geriet Griesheim kurz in die Schlag­zeilen, als sich im Wald bei Messel einige Schotter­wagen selb­ständig gemacht hatten und nach Griesheim umgeleitet werden mußten. Sie zerfetzten den Prellbock am Ende der Strecke und touchierten ein Wohnhaus, das anschlie­ßend abgerissen werden mußte. Personen wurden nicht verletzt. Danach kehrte wieder Ruhe ein.

»»  Siehe hierzu auch die Riedbahn-Unterseite Schotter­wagen donnern nach Griesheim mit einer Beschreibung des Vorgangs und Aufnahmen vom Unfallort.

»»  Bilder der nachfolgend erwähnten Dampflok-Sonderfahrt werden auf einer weiteren Unterseite gezeigt.

Im Mai 1989 zuckelte zu den Kranich­steiner Bahnwelt­tagen ein Dampfzug mit einer Güterzug­lokomotive der Baureihe 86 nach Gries­heim, um die dem Untergang geweihte Strecke nicht ganz in Vergessen­heit geraten zu lassen. Vergebens. Zwei Jahre später endete die Eisenbahn­geschichte Gries­heims mit dem Abbau der Gleis­anlagen.

Dampflokomotive.

Bild 13: Dampf­lokomotive 86 457 des DB-Museums Nürnberg mit Publikum. Quelle: Stadt­archiv Gries­heim, em2008.0029.

Umbau des Bahnhofs.

Bild 14: Undatierte Aufnahme der Umbau­arbeiten. Die Struktur des alten Gebäudes ist noch zu erahnen, aber der Umbau schreitet voran. Quelle: Stadt­archiv Gries­heim, em2008.0075.

Bauhof.

Bild 15: Das umgebaute Bahnhofs­gebäude des Bauhofs (Gleis­seite) im März 2011.

Bauhof.

Bild 16: Dasselbe von der Straße aus betrachtet.

Bauhof.

Bild 17: Die gegen 1975 gebaute Güter­halle des Bauhofs (Gleisseite) im August 2008. 

Bauhof.

Bild 18: Dieselbe von der Straße aus im Mai 2011 betrachtet.

An der Südseite des Bahnhofs lag die Nunges­ser'sche Kleng­anstalt. Diese Samengroßhand­lung besaß nach Maßgabe eines Gleisplans von 1903 ein etwa 30 Meter kurzes Schmalspur­gleis zur Güter­rampe am Griesheimer Bahnhof. Die Lore(n) werden gewiß per Muskel­kraft geschoben oder gezogen worden sein. Dies als Feldbahn zu bezeichnen, ist womöglich über­trieben. Die Gries­heimer Bevölke­rung lebte seit dem 16. bis ins 20. Jahr­hundert nicht unwesentlich vom Sammeln diverser Samen von Gräsern und Heil­kräutern, sowie von Tannen­zapfen. 

Auf der Nordseite hatte die Obst- und Gemüse­zentrale einen Gleis­anschluß. Gemu­se war vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts ein wichtiges Produkt der Gries­heimer Bäuerinnen und Bauern, das auf den Mainzer, Frank­furter und Darm­städter Märkten und Groß­märkten verkauft wurde. Von diesem Gleis­anschluß sind noch Reste sichtbar.

Nungesser.

Bild 19: Die Laderampe von einstens Nungesser in der Straße Am Bahnhof im Juni 2008.

Lageplan 1973. Lageplan 1973.

Abbildung 20: Ausschnitt aus einem Gleisplan von Griesheim 1973 mit dem Anschluß der Obst- und Gemu­sezentrale.

Innenhof mit Gleisen.

Bild 21: Die beiden Gleisreste der Obst- und Gemüse­zentrale gegenüber vom Bauhof im Mai 2013.

Auf dem Weg nach Wolfskehlen
Personenzug nach Worms.
Bild 22: Unterwegs nach Worms, auf­genommen von Uwe Breitmeier.

Westlich des Bahnhofs stand einst ein Stellwerk am Posten 76 an der Pfützen­straße. Hier rammte im August 1977 der schon erwähnte Schotter­zug, der sich bei Messel selb­ständig gemacht hatte, den Prell­bock und rutschte über die Straße in ein angrenzendes Wohn­haus. Ein Stückchen weiter westlich befand sich mitten im Feld der Posten 75, der zur Sicherung des landwirt­schaftlichen Verkehrs einge­richtet worden war.

Uwe Breitmeier war am 22. Sep­tember 1969 an den Gemüse­äckern westlich von Gries­heim unterwegs, um eine ganz bestimmte Dampflok foto­grafisch zu „erlegen“. Etwa eine Minute nach plan­mäßiger Ausfahrt des Zuges aus dem Gries­heimer Bahnhof, also gegen 14.08 Uhr, wird er – möglicher­weise in Höhe eben­dieses ehe­maligen Postens 75 – dem von der Dampflok 65 001 gezogenen Personen­zug 3612 von Darm­stadt nach Worms begegnet sein. 

Anmerkungen

Am Ende der angeklickten und eingefärbten Anmerkung geht es mit dem Return ( ⏎ ) zum Text zurück.

  1. Peter Keller : Domizil der Ödland-Heu­schrecke, in: Darm­städter Echo am 25. August 2001.   
  2. Damit der miefende und zukünftig vermehrt elektro­mobile Auto­verkehr nicht durch den zunehmenden ent­schleunigenden Rad­verkehr aus­gebremst wird, sucht man und frau in Politik und Planungs­abteilungen für diesen Rad­verkehr nach Ersatz­trassen. Hier bieten sich still­gelegte Strecken geradezu an. Das hat zwei Vorteile. Die Raser dürfen wieder rasen und die der Autolobby lästige Konkurrenz eines öffent­lichen Nah­verkehrs wird auf Jahr­zehnte daran gehindert, wieder reaktiviert zu werden. Denn die Förder­gelder sind mit der Auflage ver­bunden, den damit geförderten Zustand auf einen bestimmten Zeitraum beizu­behalten. So geht Verkehrs­wende praktisch.   
  3. Das Baujahr der Halle ist eine Ver­mutung meiner­seits. Auf dem Bundes­bahn-Gleis­plan von 1973 ist sie noch nicht einge­tragen, wohl aber auf der Aktuali­sierung des­selben von 1976. Die Halle stand direkt am Haus­bahnsteig.   
  4. Zur Kleng­anstalt Nungesser siehe den Eintrag im Marjorie-Wiki.   
  5. Siehe hierzu den Forums­beitrag auf Dreh­scheibe Online.