Darmstadt Hauptbahnhof um 1912. Ansichtskarte des Darmstädter Haupt­bahnhofs, um 1912.

Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau

Die Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs 1912

Dokumentation

1869 wurde die Riedbahn zwischen Darmstadt und Worms eröffnet. Die heutige Riedbahn mit ihrem Hauptverlauf von Mannheim nach Frankfurt wurde erst zehn Jahre später errichtet. Dokumentiert wird auf meinen Riedbahn-Seiten der Strecken­abschnitt zwischen Darmstadt und Goddelau.

Mit Einführung des Sommer­fahrplans wurde am 1. Mai 1912 der am westlichen Stadtrand gelegene neue Haupt­bahnhof eingeweiht. In den Artikeln der „Darmstädter Zeitung“ spiegelt sich das Ereignis in allerlei Facetten wider.


Neubauten am neuen Hauptbahnhof.

Wie bereits bekannt ist, hat die Firma J. Dischinger das seither der Stadt gehörige Gelände gegenüber dem Empfangs­gebäude des neuen Hauptbahn­hofes erworben und wird dieses mit Geschäfts- und Wohnhäusern bestellen. Zunächst ist die Erbauung eines Hotel-Restaurants, einer weiteren Wirtschaft, sowie zweier Wohn- und Geschäftshäuser mit Läden im Erdgeschoß ins Auge gefaßt. Die Baupläne, die von der Firma Mahr & Markwort gefertigt sind, liegen zur Zeit zur Genehmigung den Behörden vor. Am verflossenen Donnerstag [28. März 1912] hatte Ingenieur Markwort in Gemeinschaft mit Oberbürger­meister Dr. Glässing die Ehre, von S[eine]r K[öni]gl[ichen] Hoheit dem Großherzog empfangen zu werden, um das Modell der ganzen Bebauung, das 18 Häuser umfaßt, vorzustellen. Die Anlage hat die volle Anerkennung S[eine]r K[öni]gl[ichen] Hoheit gefunden. Einige Wünsche des hohen Herrn sollen bei der weiteren Plan­bearbeitung Berücksichtigung finden. Mit den Bauten wird noch in diesem Monat begonnen werden, so daß sich am neuen Bahnhof bald eine rege Privatbau­tätigkeit entwickeln wird.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 3. April 1912.


Die durch den Umbau in Darmstadt bedingte Eröffnung und Schließung der verschiedenen Bahnhofsanlagen

ist wie folgt festgesetzt: 1. Es werden geschlossen: a) Am 27. April abends die beiden Hauptbahn­höfe Darmstadt Preußisch-Hessisch und Main-Neckarbahn, sowie der Bahnhof Darmstadt-Süd für den Güterverkehr. b) Am 30. April abends diese genannten drei Bahnhöfe für den Personenverkehr. Ausgenommen hiervon ist jedoch der Personen­verkehr der beiden Odenwald­strecken von Groß-Zimmern und Wiebelsbach-Heubach, der noch bis zum 14. Mai abends im alten Bahnhof verbleibt. Reisende von oder nach diesen beiden Strecken, die in der Zeit vom 1. bis 14. Mai vom alten in den neuen Hauptbahnhof übergehen müssen oder umgekehrt, haben für ihre Ueberkunft selbst zu sorgen. Direkt abgefertigtes Reisegepäck wird jedoch bahnseitig übergeführt. c) Der seitherige alte Hauptbahnhof ist somit erst vom 15. Mai ab für den Verkehr vollständig geschlossen. 2. Es werden eröffnet: a) Am 29. April die Güter­abfertigung im neuen Hauptbahnhof mit den Privat­anschlüssen und den Lagerplätzen. b) Am 1. Mai der neue Hauptbahnhof und der neu errichtete Haltepunkt Darmstadt-Süd. Ausgenommen hiervon ist der Personen­verkehr der beiden Odenwald­strecken Groß-Zimmern und Wiebelsbach-Heubach, der noch bis zum 14. Mai im alten Hauptbahnhof verbleibt. c) Am 15. Mai der neuerrichtete Haltepunkt Darmstadt-Nord. Für Darmstadt-Ostbahnhof ändert sich nichts.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 20. April 1912.


Zur Eröffnungsfeier des neuen Hauptbahnhofs

am 28. April hat die Königl[ich] Preußische und Großh[oglich] Hessische Eisenbahn­direktion Mainz folgende Festordnung aufgestellt: 11 Uhr 30 Minuten vormittags Versammlung der geladenen Festgäste in den Fürsten­räumen und auf dem 1. Bahnsteig des alten Main-Neckar­bahnhofs. 11 Uhr 38 Minuten vormittags von da Fahrt der Festgäste mit Sonderzug über die alten nach den neuen Anlagen (Empfangs­gebäude). Die Abfahrt des Sonderzuges liegt aus Betriebs­gründen unabänderlich fest. 12 Uhr mittags Beginn der Feier in der Schalterhalle des neuen Empfangs­gebäudes unter Mitwirkung des Mozartvereins und der Musikkapelle des Leibgarde-Infanterie-Regiments. a) Gesangsvortrag: „O Schutzgeist alles Schönen“ von Mozart; b) Ansprache des Eisenbahndirektions­präsidenten. c) Gesangsvortrag: „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ von Beethoven. Anschließend Besichtigung der Neubauten. 1 Uhr nachmittags Frühstück in dem Wartesaal 1. und 2. Klasse des neuen Empfangs­gebäudes für die geladenen Festgäste. Von 3 Uhr nachmittags ab nochmalige Besichtigung der Bahnanlagen unter sach­verständiger Führung.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 22. April 1912.


Von der Straßenbahn.

Termin für die landes­polizeiliche Prüfung des Neubaues der elektrischen Straßenbahn in der Allee und vor dem neuen Hauptbahnhof ist auf Samstag, den 27. April 1912, vormittags 9 Uhr, anberaumt (Sammelpunkt an dem Bahnübergang der Main-Neckarbahn). Unter Hinweis auf die Fertigstellung der Anlagen fordert das Kreisamt auf, etwaige Einsprüche hinsichtlich der planmäßigen Ausführung des Projekts in dem Termine vorzubringen.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 23. April 1912.


Die Zollabfertigungsstelle am Bahnhofe Darmstadt

wird mit dem 29. April aus ihren seitherigen Räumen im städtischen Lagerhause (Blumenthal­straße) in die Räume im Güterschuppen des neuen Bahnhofs (Dornheimer Weg) verlegt; wegen des zu bewerk­stelligenden Umzugs bleibt sie am Nachmittag des 27. April für den Verkehr geschlossen. Nur Abfertigungen dringender Art können auch an diesem Nachmittage an der seitherigen Stelle erledigt werden.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 26. April 1912.


Nichtöffentliche Stadtverordnetenversammlung.

In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstag [25.4.1912] wurde der Ankauf des zur Durchführung der Lichtenberg­straße zwischen Kranichsteiner Straße und Wenckstraße erforderlichen Geländes genehmigt und einem Tauschvertrag mit dem Großh[erzoglichen] Kabinett zugestimmt, wonach die Stadt nunmehr auch im Besitz des westlichen Teiles des Platanenhains gelangt ist. Eine durchgreifende Umgestaltung des Erheber- und Aufsichts­dienstes der städtischen Oktroi­verwaltung, die teils durch die veränderten Bahnhofs­verhältnisse, teils durch den Wegfall von Oktroi-Einnahmen veranlaßt worden ist, wurde genehmigt. Sie vermindert den Personalbestand der Oktroi­verwaltung um 10 Mann (1 Erheber und 9 Aufseher) und bedeutet eine Ersparnis an Verwaltungs­kosten von rund 14.000 Mark.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 27. April 1912.


Grafik aus Darmstädter Zeitung. Text aus Darmstädter Zeitung. Text aus Darmstädter Zeitung.

Text aus Darmstädter Zeitung.Fortsetzung des Textes aus Darmstädter Zeitung.
Ende des Textes aus Darmstädter Zeitung.

Die Ueberleitung des Betriebes von den alten auf die neuen Bahnanlagen in Darmstadt Hbf.

erfolgt, mit Ausnahme desjenigen der Odenwaldbahn, in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai d[ieses] J[ahres]. Die Person[en]züge der Strecke Darmstadt Hbf. – Wiebelsbach und Darmstadt Hbf. – Groß-Zimmern fahren bis einschließlich 14. Mai von und nach dem alten Bahnhof. – Als letzte Züge fahren in den alten Hauptbahnhof ein, und zwar 1. in den früheren Hessischen Ludwigsbahnhof aus Richtung Mainz: Eilzug 192 am 30. April 1115 nachmittags, aus Richtung Aschaffenburg Triebwagen 625 am 1. Mai 1233 vormittags, aus Richtung Worms: Eilzug 89 1043 nachmittags; 2. in den früheren Bahnhof der Main-Neckar-Bahn aus Richtung Frankfurt (Main): D-Zug 24 am 1. Mai 1212 vormittags, aus Richtung Heidelberg: Eilzug 45 am 1. Mai 1230 vormittags. Als letzte Züge fahren aus: 1. aus dem früheren Hessischen Ludwigsbahnhof in der Richtung Mainz: D-Zug 195 am 30. April 1133 nachmittags, in der Richtung Aschaffenburg: Eilzug 192 am 30. April 1128 nachmittags, in der Richtung Worms: Personenzug 2856 am 30. April 1055 nachmittags; 2. aus dem früheren Bahnhof der Main-Neckar-Bahn in der Richtung Frankfurt (Main) Eilzug 45 am 1. Mai 1232 vormittags, in der Richtung Heidelberg: Personenzug 974 am 1. Mai 1221 vo[r]mittags. – In den neuen Hauptbahnhof fahren als erste Züge ein aus Richtung Mainz: Personenzug 658 am 1. Mai 1255 vormittags, aus Richtung Aschaffenburg Eilzug 181 514 vormittags, aus Richtung Worms: Personenzug 2801 am 1. Mai 520 vormittags, aus Frankfurt (Main): Personenzug 976 am 1. Mai 114 vormittags, aus Richtung Heidelberg: D-Zug 79 am 1. Mai 504 vormittags. Als erste Züge fahren aus dem neuen Hauptbahnhof aus in der Richtung Mainz: Eilzug 181 am 1. Mai 519 vormittags, in der Richtung Aschaffenburg: Personenzug 634 am 1. Mai 531 vormittags, in der Richtung Worms: Personenzug 2804 am 1. Mai 603 vormittags, in der Richtung Frankfurt (Main): Personenzug 901 am 1. Mai 424 vormittags, in der Richtung Heidelberg: Personenzug 904 am 1. Mai 415 vormittags.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 29. April 1912.


Die Feier zur Eröffnung des Darmstädter Hauptbahnhofs

Dieser Artikel enthält eine Sammlung von Reden und Selbstbeweih­räucherungen auf drei Zeitungsseiten, die hier nicht wiedergegeben werden, aber in der Beilage zur Darmstädter Zeitung am 29. April 1912 [der Link führt auf die erste von drei Grafikdateien] zu finden sind.


Der neue Hauptbahnhof [oder: Über die Selbstbeweihräucherung, WK]

Weil bei allen Gelegenheiten in Deutschland getrunken, vor allem aber geredet werden muß, konnte man auch anläßlich der Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs nicht anders handeln, und so wurde denn am gestrigen Sonntag die neue Verkehrshalle mit ihren vielfachen Verzweigungen „eröffnet“, d. h. nur in Reden und Toasten, denn in Wirklichkeit wird die eigentliche und für das große Publikum maßgebende Eröffnung erst am 1. Mai erfolgen. Und wenn gestern von all den hohen Herren Exzellenzen usw. die Vorzüge des neuen Bahnhofes in mehr oder weniger langen Reden gefeiert wurden, so ist das für das große Publikum noch lange nicht der Gradmesser für die Zweckmäßigkeit. Wenn es überhaupt möglich wäre, den Darmstädter Verkehr mit Reden zu heben, so hätten wir längst den einer Großstadt.

Um ½12 Uhr ging vom Main-Neckar-Bahnhof ein Sonderzug mit den Festgästen nach dem neuen Bahnhof. Dort versammelte man sich dann in der großen Halle, worauf Eisenbahn-Präsident Michaelis den Reigen der Redner eröffnete. Ihm folgten dann eine Reihe anderer hoher Herren, deren Reden natürlich immer in einem Hoch auf irgend einen Fürsten ausklangen. Dabei hört sich recht eigentümlich an, wie man die allerhöchsten Herrschaften stets mit den Bahnbetrieben in Verbindung bringt und den Anschein erweckt, als seien gerade die Fürstlichkeiten diejenigen Personen, die den ganzen Eisenbahnverkehr aufrecht erhielten. Daß dazu vor allem ein gutfundierter Handels- und Gewerbestand notwendig ist, braucht ja in solch hurrapatriotischer Stimmung niemand zu wissen.

Bemerkenswert ist allerdings eine beiläufige Redewendung eines der Herren, der erklärte, daß bei Ausführung eines solchen Projekts auch Konflikte unausbleiblich seien. Das trifft gewiß den Nagel auf den Kopf, nur fragt es sich, ob diese Konflikte zu vermeiden oder unabwendbar sind. Und da müssen wir doch wiederholt sagen, daß mit der Erbauung des neuen Bahnhofes weit außerhalb Darmstadts die wenigsten Darmstädter einverstanden sind und die dadurch in die Erscheinung tretenden Konflikte auch durch die schönsten Reden nicht verhindert werden können.

Ueber die Einrichtungen selbst können wir auch heute unsere Leser noch nicht unterrichten, weil wir ohne Einladung nicht das geringste Recht hatten, in den Neuanlagen, die doch der Allgemeinheit dienen sollen, herumzulaufen. Eine Einladung aber glaubt man dem Blatte, dessen Leser zweifellos die Bahn am allermeisten benutzen, nicht senden zu brauchen, so daß unsere Leser leider ununterrichtet am Eröffnungstage im neuen Bahnhof stehen werden, doch werden sie nicht uns die Schuld aufbürden, sondern der preußisch-hessischen Eisenbahndirektion Mainz, die anscheinend zwischen einem sozialdemokratischen und einem bürgerlichen Eisenbahnverkehr unterscheidet.

Quelle: Hessischer Volksfreund, 29. April 1912.


Die Bahnsteighallen des neuen Empfangsgebäudes

finden überall besondere Anerkennung. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß ihre technisch-konstruktive Ausarbeitung von Ingenieur August von der Eisenbahn­direktion Mainz herrührt. – Von dem Beigeordneten Ferdinand Ekert ist eine vornehme, mit Plänen und Ansichten geschmückte Denkschrift zur Eröffnung der neuen Bahnanlagen erschienen, die auch ausführlich auf die Geschichte des Projektes eingeht.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 1. Mai 1912.


Der neue Hauptbahnhof

hat sich bei dem gestrigen außerordentlich großen Sonntagsverkehr, der in den Abendstunden, wo die auswärtigen Messebesucher wieder abreisten, und die Darmstädter Ausflüglerscharen zurückkehrten, noch besonders anschwoll, gut bewährt, An diesem Urteil kann auch das nichts ändern, daß durch die noch nötige provisorische Ein- und Ausfahrt der Züge der Mainzer und Aschaffen­burger Richtung auf Bahnsteig I, der später nicht mehr benutzt werden wird, einige Unzuträglich­keiten entstanden. Die Zugangs­verhältnisse zu diesem Bahnsteig lassen allerdings noch viel zu wünschen, die einzige für den Zu- und Abgang gemeinsame, enge und winkelige Treppe, die zu diesem Bahnsteig führt, erwies sich schon bei nur etwas gesteigertem Verkehr als unzureichend. Ganz schlimm wurde es aber, wenn beim Einlaufen der Züge die Woge der zu- und abgehenden Reisenden in diesem Engpaß aufeinander traf. Dann entstand ein arges Gedränge, Kinder wurden getreten, Mütter weinten, Väter schalten, kurzum, es war nicht schön. Ein jeder war froh, der nach 5 bis 8 Minuten langem Aufenthalt in fürchterlicher Enge heil und gesund diese Martertreppe passiert hatte. – Auch die Straßenbahn hatte einen großen Verkehr zu bewältigen. Zu bemitleiden waren die Straßenbahn­schaffner, die bei dem gewaltigen Andrang den durch die umständliche Prozedur einer drei- oder gar viermaligen Lochung der Fahrkarten äußerst umständlich gemachten Fahrkarten­verkauf kaum bewältigen konnten.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 6. Mai 1912.


Vom neuen Hauptbahnhof

Es liegt im Interesse der Reisenden, vor allem der mit der elektr. Bahn ankommenden, zum Eintritt in die Schalterhalle nicht das östliche, sondern das südliche Tor am Brunnen des Verkehrsvereins zu wählen. Es ist dies der kürzeste und bequemste Weg zu den Schaltern und zur Gepäck­abfertigung. Auch die Eisenbahn­gepäckträger sind nur an dem südlichen Tor aufgestellt, da hier auch die Vorfahrt der Droschken vorschrifts­mäßig zu erfolgen hat.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 15. Mai 1912.


Vom Tage

Der letzte Zug der Odenwaldbahn ist am Dienstag abend in den alten Bahnhof eingelaufen. Damit ist der gesamte Eisenbahn-Personen­verkehr nach dem Hauptbahnhof verlegt, soweit nicht die Vorortbahnhöfe in Frage kommen. – Während bisher der erste Wagen der elektrischen Straßenbahn ab Landskron­straße 6.49 Uhr verkehrte, fahren nunmehr schon 6.34 Uhr und 6.41 Uhr Wagen nach dem Haupt­bahnhofe ab. Ebenso ist 6 Uhr 43 Min. ein Wagen ab Taunusstraße eingelegt worden. Dieser Wagen hat am Ernst Ludwigs-Platz Anschluß nach dem Hauptbahnhof. Damit sind jetzt die vielfach benutzten Staatsbahnzüge kurz nach 7 Uhr von den genannten Punkten aus ebenso, wie vom Schloßgarten­platz ab zu erreichen.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 17. Mai 1912.


Bahnhofsuhren

Am alten Ludwigs-Bahnhof ist nun auch das letzte Lebenszeichen verschwunden. Die Uhr über dem Eingang, die noch bis am Samstag die Zeit anzeigte, wurde ebenfalls entfernt, nachdem die auf dem Neckarbahnhof befindliche schon mit Eröffnung des neuen Bahnhofs beseitigt worden war.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 1. Juni 1912.

Die Uhr am früheren Ludwigsbahn­gebäude ist gestern wieder eingesetzt worden; sie war nur wegen gründlicher Reinidgung und Reparatur entfernt worden uns soll auch fernerhin an ihrem Platz bleiben. In nächster Woche wird mit dem Abbruch der früheren Werkstätten begonnen werden.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 10. Juni 1912.


Tödlicher Unfall im Hauptbahnhof

Heute früh gegen 7 Uhr wurde am hiesigen Hauptbahnhof der ca. 30 Jahre alte Postbote Andreas Schmidt, der mit einem Postwagen auf dem Bahnsteig den Wormser Zug [2809] erwarten wollte, totgefahren. Er kam, durch die Sonne geblendet, bei der Einfahrt dem Zug mit dem Wagen zu nahe, die Deichsel wurde durch die Maschine erfaßt, und der Wagen schleuderte den Schmidt direkt unter die Räder. Schmidt ist verheiratet und hinterläßt Familie.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 19. Juni 1912.


Aus der Stadtverordnetenversammlung

Um die gärtnerischen Anlagen am neuen Hauptbahnhof gegen Beschädigungen durch frei umherlaufende Hunde zu schützen, wird beschlossen, die Polizeiverordnung über die Beaufsichtigung der Hunde dahin zu ergänzen, daß Hunde in den neuen Bahnhofs­anlagen zwischen Allee, Stirnweg und Dornheimer Weg an der Leine geführt werden müssen.

Quelle: Darmstädter Zeitung, 28. Juni 1912.


Literatur


 
 
 
Valid HTML 4.01 Transitional  Valid CSS!