Der Bahnhof von Seitschen.
Der Bahnhof.
Ein Schuppen am Bahnhof von Seitschen.
Ein Schuppen.
Die Bahnhofsrestauration.
Die Bahnhofsrestauration.
Bewegung im Bahnhof.
Auf der Durchreise.
Alte Ansicht.
Wie es einmal war.

Der Bahnhof in Seitschen.

1846 eröff­nete die Säch­sisch-Schlesi­sche Eisen­bahn­gesell­schaft die Station Seitschen (sorbisch: Žičeń) an der Strecke von Dresden nach Gör­litz. 160 Jahre später ver­ließ der letzte Fahr­dienst­leiter das Stations­ge­bäude, einige Jahre später wurde es auf einer Auktion in Dresden ver­steigert.

Sichtungen von Januar bis April 2022

In der Regel fotogra­fiere ich in Seit­schen auf den beiden Bahn­steigen ste­hend. Die „profes­sion­ellste“ Kamera, die ich bislang ver­wendet habe, ist eine Olmypus E-PL1 mit dem Stan­dard Zuiko-Objektiv.

Der Personen­verkehr wird zwischen Dresden und Gör­litz mit Desiro- und Regio­shuttle-Trieb­wagen abge­wickelt. Außer dem werk­täg­lichen Nah­güter­zug aus Dresden (seit Dezem­ber 2019 aus Senften­berg) schaut selten einmal ein anderer Zug vorbei. Diese raren Momente abzu­passen ist nicht einfach, vor allem wenn man keine Vorab­infor­mation hat, aber ab und an gelingt doch ein Schnapp­schuß. Dabei ist das gebo­tene Pro­gramm über­schau­bar. Da ist die mor­gend­liche Über­gabe nach Bautzen und manch­mal auch weiter nach Gör­litz, die abends wieder zurück­fährt, meist über Niesky. Verein­zelt gibt es rich­tig rum­pelnden Ver­kehr: Holz­züge werden in Löbau und Bautzen (und weiter west­lich auch in Bischofs­werda und Rade­berg) verladen. Die Getreide­züge werden in Nieder­cunners­dorf und Reichen­bach befüllt.

Die beiden Bombar­dier- bzw. Alstom-Werke in Gör­litz und Bautzen liefern Trieb­wagen und Doppel­stock­züge aus, die teil­weise vorab nach Dresden über­führt werden, damit sie eine Test- oder Abnahme­fahrt unter Strom absol­vieren. Nur selten kommt einem etwas Beson­deres vor die Linse. Auch die Arrange­ments verspre­chen eine gewisse Ein­tönig­keit.

Bildergalerie

Captrain 285.

Bild 1: Ganz früh, weit vor Sonnen­aufgang, rumpelte als erster Güterzug des neuen Jahres ein Getreidezug am 3. Januar nach Reichenbach. Elf Stunden später erwischte mich Captrains 285 119 auf dem falschen Fuß, will sagen: Gleis, als ich eigentlich Ausschau nach dem gelben Triebwagen hielt, der aus Görlitz zurückkommen sollte. Die 285 fuhr wohl weiter nach Görlitz, um bei Bombardier-Alstom einen Triebwagen abzuholen.

Diagnose Triebwagen.

Bild 2: Der erwartete Diagnose-Triebwagen 702 201 kam mir dann auch auf dem falschen Gleis entgegen. Er schlich langsam zum noch Rot zeigenden Blocksignal, weil die voraus­fahrende Regionalbahn Bischofswerda noch nicht erreicht hatte.

Holzzug ohne Holz.

Bild 3: Es regnete, als am späten Vormittag des 4. Januar RIS 203 843 die zweite Hälfte eines Leerparks für den Holzzug nach Löbau expedierte.

Holzzug mit Holz.

Bild 4: Am Mittag des darauf­folgenden Tages kam das Gespann voll bepackt zurück und dieselte gen Arnsdorf.

Holzzug ohne Holz.

Bild 5: Am Samstag­mittag des 8. Januar brachte Press 204 010 den zweiten Leerpark von Dresden nach Löbau. Inzwischen sind schon drei Getreidezüge in Nieder­cunnersdorf und Reichenbach abgefertigt worden, aber sie kommen erst bei Dunkelheit in Seitschen vorbei.

Holzzug mit Holz.

Bild 6: Am Mittag des 11. Januar überführte dieselbe Press Lokomotive den ersten Teil des Holzzuges nach Dresden.

Turmtriebwagen.

Bild 7: Einige Stunden später schaute mit 711 115 noch ein Gelbling vorbei (nein, es ist noch viel zu kalt für einen Schmetterling), und dann wurde es schon dunkel.

Turmtriebwagen.

Bild 8: Nachdem an vergangenen drei Tagen nach der Regionalbahn um 15.06 Uhr solch ein Gelbling hinterher­gefahren kam, dachte ich mir, einer Ahnung folgend, es diesmal eine Stunde vorher zu versuchen. Und tatsächlich kam der Turmtrieb­wagen am Donnerstag, 13. Januar, schon hinter der Regionalbahn um 14.08 Uhr dahergeschlichen.

ICE 4-Überführung.

Bild 9: Am 28. Januar brachte Captrains 285 117 vier Wagen eines neuen dreizehn­teiligen ICE 4-Triebzuges mit der Nummer 9478 auf den Weg nach Hennigsdorf zum Innenausbau (und von dort später zu Siemens). Flankiert wurde der kleine Sprinter von Klötzchen- und Kesselwaggons.

Talent 3-Überführung.

Bild 10: Trübe mt Schneeregen zeigte sich der Nachmittag am 31. Januar. Die Übergabelok 261 065 überführte zwei Talent 3-Triebwagen von Bautzen nach Dresden.

Talent 3-Überführung.

Bild 11: Die jeweils vordere Einheit der sechsteiligen Talente trug die Nummer 4758 502 und 4758 509. Im Sommer 2021 hatte die ÖBB beschlossen, die für die S-Bahn in Vorarlberg gedachten Triebwagen nach Zulassungs- und Liefer­problemen abzubestellen. Diese beiden hier sind vermutlich auf dem Weg zu einer Test- oder Vorführ­fahrt bei einem anderen Bahnunter­nehmen.

ICE 4-Überführung.

Bild 12: Ein Bild nach dem Motto „Finster am Ginster“ – Ginster wächst hier tatsäch­lich am rechten Bahn­steigrand. Auch wenn das nicht so aussieht: eine Minute vorher hätte ich noch die pralle Gegensonne abbekommen. Am 7. Februr brachte Railadventure mit einer Vossloh DE 18 vier ICE 4-Wagen nach Bautzen.

Düngerzug.

Bild 13: Zwei Nachmittage später erschien Ludmilla 132 426 mit einem Düngerzug, den sie in Nieder­cunnersdorf abzuliefern hatte. Hierzu gibt es auch ein Video bei der Durchfahrt durch Großharthau.

Getreidezug.

Bild 14: Es ist halt unpraktisch, einen Zug ablichten zu wollen, wenn die Sonne die andere Seite bescheint. Am 15. Februar schaute die Havelländische 159 005 mit einem (leeren) Getreidezug auf dem Weg nach Nieder­cunnersdorf vorbei.

Düngerzug.

Bild 15: Einige Stunden später hievte Ludmilla 232 704 kurz vor Sonnen­untergang den in Nieder­cunnersdorf entladenen Düngerzug (den vom Mittwoch zuvor) die Steigung hoch, freundlicher­weise mit der grünen und nicht der schwarzen Seite voraus.

Gravita.

Bild 16: Am 21. Februar kam Gravita 261 065 von einer Über­führung von für die Schweiz bestimmten Doppel­stockwagen aus Dresden zurück.

ICE-Überführung.

Bild 17: Kurz vor Sonnen­untergang führte genau eine Woche später Rail­adventure eine Über­führung von ICE-Wagen durch.

Leerer Holzzug.

Bild 18: Am 1. März spekulierte ich zur rechten Zeit auf den zweiten Leerpack für einen Holzzug, gezogen von RIS 218 468.

Dostos für Israel.

Bild 19: Am 7. März spekulierte ich erneut und fing mir die Gravita mit acht für Israel Railways bestimmte Doppel­stockwagen ein.

Dostos für Israel.

Bild 19: Die Doppel­stockwagen sehen fast so aus wie normale DB Regio-Exemplare, haben nur ein anderes Logo. Ich weiß ja nicht, warum die Manager der israelischen Eisenbahn auf die Produktfarben der Deutschen Bahn stehen. Es gibt Schöneres.

Captrain Überführung.

Bild 20: Im vorabendlichen Schummerlicht des 18. März durcheilte Captrains 285 111 mit einigen Bauklötzchen- und drei Kessel­waggons die Szenerie, um vier ICE-Wagen bei Alstom (ex-Bombardier) abzuholen.

Zwei gelbe Talente.

Bild 21: Am frühen Nachmittag des 21. März kehrten diese beiden PEG-Talente aus Leipzig zurück. Sie hatten am Vormittag Flüchtende aus der Ukraine von der polnischen Grenze in die Messestadt gebracht.

Holzzug.

Bild 22: Die hatten wir ja noch nie … Nach drei Wochen Pause erschien am 22. März 218 468 mit dem ersten Leerpack für den Holzzug, der am Folgetag von Bautzen losgehen soll.

Ludmilla.

Bild 23: Später am Tag erschien Ludmilla 232 128 auf der Bildfläche und entschwand Richtung Bautzen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie zurückkam, und zwar mit einem Triebwagdn der Mittel­deutschen Regiobahn.

ICE 4 Überführung.

Bild 24: Am 28. März brachte Rail­adventure sechs ICE 4-Wagen zu Alstom.

Nach einer ICE 4 Überführung.

Bild 25: Eine Woche später, am 4. April, kam am Nachmittag ein weiterer derartiger Zug nach erfolgter Ablieferung von ICE-Wagen wieder von Alstom zurück.

Holzzug.

Bild 26: Am folgender Nachmittag erschien Beacons ER 20-012 mit dem ersten Teil eines in Bautzen beladenen Holzzuges.

Ludmilla mit Talent.

Bild 27: Eine Stunde später machte sich die DB-Ludmilla 232 512 mit einem einst für Österreich bestimmten Triebvwagen auf nach Mukran.

Gravita.

Bild 28: Etwas über­raschend bummelte die Übergabe-Lok 261 044 hinter der Regionalbahn her, welche wiederum der Ludmilla gefolgt war. Die Ludmilla hatte einen Düngerzug nach Bischofswerda gebracht, bevor sie den Österreicher abholte. Die Gravita hatte nun die Aufgabe, den Düngerzug dem Empfänger zuzustellen.

Ferkeltaxen.

Bild 29: Am Nachmittag des 9. April kehrten die beiden „Ferkeltaxen“ der Ost­sächsischen Eisenbahn­freunde in Löbau nach einer längeren Rundfahrt durch die Lausitz noch einmal in Seitschen ein. Wegen Frist­ablaufs und mangels Finanzier­barkeit einer erforderlichen Haupt­untersuchung war dies ihre Abschiedsfahrt.

Getreidezug.

Bild 30: Eine halbe Stunde später bewegte der Havel­ländische „Tiger“ V330.8 sozusagen einen halben Getreidezug mit nur fünfzehn Wascosa-Waggons zu einem unbekannten Zielort. Bei beiden Zugfahrten setzte jeweils pünktlich Regen ein.

Dampflok.

Bild 31: Hier ist irgendwie alles falsch. Die Dampf­lokomotive 01 0509 kommt am 10. April unangekündigt, fährt auf dem falschen Gleis, der Tender ist vor der Lok, und Gegenlicht gibt es auch noch. Keine gute Kombination, wenn man etwas Schwarzes fotografieren will. Der Zug brachte den Mitropa­wagen und einen Gesellschafts­wagen zurück zu den Eisenbahn­freunden nach Löbau. Diese werden dringend erwarten, denn am Karfreitag steht in Löbau die große Rundreise mit der vereins­eigenen Dampflok an. Obwohl, die fehlt ja ebenfalls noch.

Nach einer ICE-Überführung.

Bild 32: Am 12. April hatte die Railadventure-Garnitur einen ICE zu Alstom gebracht und fuhr nun am Nachmittag wieder gen Dresden.

S Bahn-Überführung.

Bild 33: Am Folgetag kurz vor Sonnen­untergang brachte Captrains 285 118 den für die Stuttgarter S-Bahn bestimmten Triebwagen 430 209 nach Dresden, damit dieser am Tag darauf auf der Strecke nach Leipzig zeigen konnte, was er kann (oder auch nicht).

Schotterzug.

Bild 34: Kaum war der Triebwagen ums Eck und bis zum Bahn­übergang bei Zockau gekommen, da erschienen drei leuchtende weiße Punkte um dasselbe Eck. Sie entpuppten sich als das Spitzensignal der WFL 203 217, die einige leere Schotter­waggons nach Bautzen brachte.

Löbauer Dampflok.

Bild 35: Am Nachmittag des 14. April kam die sehnsüchtig erwartete 52 8141 von langwierigen Reparatur­arbeiten aus Meiningen zurück.

Löbauer Dampflok.

Bild 36: Denn am folgenden Karfreitag­morgen mußte sie die geplante und ausgebuchte Rundreise von Löbau nach Bischofs­werda und von dort nach Ebersbach und Bautzen absolvieren.

Meßtriebwagen.

Bild 37: Nach dreieinhalb Monaten fuhr mir der Turm­triebwagen 711 115 am 25. April wieder einmal ins Bild.

Leerer Holzzug.

Bild 38: Am Vormittag desselben Tages hatte ich einen leeren Holzzug nach Löbau entschwinden sehen und dachte mir, daß er dann wohl am 26. April gut bepackt wieder zurückkehren würde. Also warte ich, und wartete, und wartete, bis der erste Teil des Holzzuges erst am Abend mit der „Schwatten Liebe“ 221 135 zu erscheinen beliebte.

Leerer Schotterzug.

Bild 39: Eine halbe Stunde später schaute noch Ludmilla 232 535 vorbei und brachte einige Leerwagen zur Schotter­befüllung nach Bautzen.