Bahnhofsbild.
Der Bahnhof in Seitschen
Walter Kuhl
Der Bahnhof von Seitschen.
Der Bahnhof.
Ein Schuppen am Bahnhof von Seitschen.
Ein Schuppen.
Die Bahnhofsrestauration.
Die Bahnhofsrestauration.
Bewegung im Bahnhof.
Auf der Durchreise.
Alte Ansicht.
Wie es einmal war.

Der Bahnhof in Seitschen.

1846 eröff­nete die Säch­sisch-Schlesi­sche Eisen­bahn­gesell­schaft die Station Seitschen (sorbisch: Žičeń) an der Strecke von Dresden nach Gör­litz. 160 Jahre später ver­ließ der letzte Fahr­dienst­leiter das Stations­ge­bäude, einige Jahre später wurde es auf einer Auktion in Dresden ver­steigert.

Sichtungen im ersten Halbjahr 2024

In der Regel fotogra­fiere ich in Seit­schen auf den beiden Bahn­steigen ste­hend. Die „profes­sion­ellste“ Kamera, die ich bislang ver­wendet habe, ist eine Olmypus E-PL1 mit dem Stan­dard Zuiko-Objektiv.

Der Personen­verkehr wird zwischen Dresden und Gör­litz mit Desiro- und Regio­shuttle-Trieb­wagen abge­wickelt. Außer dem werk­täg­lichen Nah­güter­zug aus Dresden (seit Dezem­ber 2019 aus Senften­berg) schaut selten einmal ein anderer Zug vorbei. Diese raren Momente abzu­passen ist nicht einfach, vor allem wenn man keine Vorab­infor­mation hat, aber ab und an gelingt doch ein Schnapp­schuß. Dabei ist das gebo­tene Pro­gramm über­schau­bar. Da ist die mor­gend­liche Über­gabe nach Bautzen und manch­mal auch weiter nach Gör­litz, die abends wieder zurück­fährt, meist über Niesky. Verein­zelt gibt es rich­tig rum­pelnden Ver­kehr: Holz­züge werden in Löbau und Bautzen (und weiter west­lich auch in Bischofs­werda und Rade­berg) verladen. Die Getreide­züge werden in Nieder­cunners­dorf und Reichen­bach befüllt.

Die beiden Bombar­dier- bzw. Alstom-Werke in Gör­litz und Bautzen liefern Trieb­wagen und Doppel­stock­züge aus, die teil­weise vorab nach Dresden über­führt werden, damit sie eine Test- oder Abnahme­fahrt unter Strom absol­vieren. Nur selten kommt einem etwas Beson­deres vor die Linse. Auch die Arrange­ments verspre­chen eine gewisse Ein­tönig­keit.

Bildergalerie

118 mit Mitropa.

Am 4. Januar holte 118 757 den Mitropa­wagen bei den Löbauer Eisenbahn­freunden ab.

Gleismeßtriebzug.

Am 23. Januar taute es und der Wind pfiff unangenehm. Da dachte ich mir, schau mal kurz auf dem Bahnsteig vorbei. Und siehe da, gänzlich unerwartet tauchte der Gleismeß­triebwagen 725 101 mit 726 101, vor zehn Jahren von Plasser und Theurer geliefert, auf.

Getreidezug.

Getreide wird weiterhin von A nach B versandt. Unpassend schaute am 15. Februar eine Stunde vor ihrem Untergang gerade in diesem Moment die Sonne heraus und beschien den von 159 219 gezogenen Getreidezug mit seinen dreißig Wascosa-Waggons auf dem Weg nach Nieder­cunnersdorf. Die Rück­leistung ging am Abend darauf nach Mukran.

ICE-Überführung.

Am 18. Februar zog Railsystems 218 402 drei ICE 4-Mittel­wagen innerhalb eines Rail­adventure-Begleit­schutzes zu Alstom.

Captrain V 100.

Am 12. März schaute Captrains 202 960 vorbei.

Lok mit Schotterwaggon.

Am Tag darauf brachte 202 725 der Bahn­logistik24 einen Schotter­waggon von einer Baustelle zurück nach Bautzen.

Lok mit Schotterwaggons.

Am 23. März kam die Lokomotive mit nunmehr zwei entleerten Schotter­waggons von der Brücken­baustelle in Bischofs­werda auf dem gesperrten Gleis zurück. Ich hatte keine Informationen zu dieser Fahrt, nur eine Ahnung.

Getreiidezug.

Am 27. März brachte die Havel­ländische 2159 223 einen Getreidezug zur Befüllung nach Nieder­cunnersdorf.

Schotterzug.

Normaler­weise kommen hier keine langen Schotter­züge vorbei. Ludmilla 232 527 machte am späten Nach­mittag des 28. März eine Ausnahme. Das Licht ließ an der Frontpartie nur noch eine gewisse Bewegungs­unschärfe zu.

IC 2 Dostos.

Am 8. April verbrachte Captrains 203 163 den IC2-Wagenpark 4903 von Görlitz nach Dresden.

Captrain V 100.

Da wollte Captrains 202 960 nicht nachstehen und holte deshalb am Abend des Folgetages einen kompletten IC-Zug mitsamt Elektro­lokomotive in Bautzen ab.

Getreidezug.

Knapp eine halbe Stunde später erschien aus der Gegen­richtung die Havel­ländische 2159 223 mit einem Wascosa-Getreidezug.

IC 2 Dostos in Bautzen.

Als am 12. April ein weiterer Intercity am frühen Nach­mittag durch Seitschen fuhr und mich unvorbereitet über­raschte, dachte ich mir: fahr doch nach Bautzen und schau, ob du ihn noch einholen kannst. Wir sehen hier Captrains Tiger 250 007, der eine ganz normale Straße hinunter ins Alstom-Werk fährt.

IC 2 Dostos in Bautzen.

Hinten dran war Wagenpark 4906 mit der geplanten Zug­lokomotive 147 591.

Löbauer Dampflok.

Eine Viertel­stunde später hörte ich auf dem Nach­hauseweg den Tiger die Straße wieder hinauf­röhren. Da sagte ich mir, den fange ich in Seitschen ab. Und wartete. Und was kam statt­dessen? Die Löbauer 52 8141 auf dem Weg zum Dresdener Dampflok­treffen.

Dampflokomotive.

Mit gut andert­halb Stunden Ver­spätung stampfte 23 1097 auf ihrer Rundfahrt durch die Ober­lausitz aus dem Gebüsch und machte sich auf den Weg zurück nach Dresden.

Getreidezug.

Am 18. April kam am Abend 159 005 mit dreißig Wascosa-Getreide­waggons des Weges.

Dampflokomotive.

Zwei Tage später wartete ich auf den nächsten Getreide­zug. Statt­dessen erschien ein anderer Güter­zug, und zwar einer von der dampfen­den Sorte. Es handelte sich um einen Foto­güterzug mit 58 1111 als Zugloko­motive. In Seitschen hatte er zehn Minuten Aufent­halt, wohl um neuen Druck für die Weiter­fahrt aufzubauen.

Getreidezug.

Direkt hinterher fuhr der Getreidezug, wieder mit 159 005.

Gravita mit Waggons.

Am 23. April brachte Gravita 261 087 einen Müll­waggon nach Bischofs­werda.

Dampfzug.

Die Sonne war noch nicht richtig wach, als am 11. Mai 41 1144 eine Reise­gesell­schaft aus Dresden zu den Löbauer Maschinen­haus­tagen fuhr.

Schublok.

Hinten­dran sicherte 112 331 den Zug ab.

Zwei Lokomotiven.

Am 23. Mai brachte Captrains 203 163 die IC2-Loko­motive 147 592 zu dem auf sie bei Alstom in Bautzen war­tenden Doppel­stockzug.

Zwei Lokomotiven.

Würde jemals ein Inter­city von Dresden nach Görlitz ver­kehren, so wäre dies das passende Trieb­fahrzeug. Wird aber nicht passieren; die Strippe fehlt. Sie wird auch 2040 noch nicht hängen.

Intercity-Triebwagen.

Von Intercitys träumen … und dann kam am 29. Mai tatsäch­lich einer vorbei. Ich hatte die Kamera dabei, aber der Akku beschloß im ungüns­tigsten Moment, schlapp zu machen. Daher bin ich der Über­führung nach Bautzen gefolgt und habe sie dort aus­giebig auf dem Weg ins Alstom-Werk abge­lichtet. Zu sehen im Sichtungs­forum von Dreh­scheibe Online. Der acht­teilige Inter­city-Trieb­wagen vom Typ „Wespe“ trug die Nummer 3301 und ist für den Schnell­verkehr zwischen den Nieder­landen und Belgien be­stimmt. Wir hier hin­gegen dürfen weiter warten … und träumen.

V 90.

Einer Eingebung folgend lungerte ich am 3. Juni am Bahnsteig herum. Es erschien 290 636, die am Tag zuvor daran beteiligt war, einen Trieb­wagen von Görlitz nach Bautzen zu bewegen.

Captrain Vectron.

Am 20. Juni bereitete Captrains 248 030 einen Aspi­ranten (oder gar eine Aspi­rantin?) auf die zukünf­tigen Aufgaben im Loko­motiv­dienst vor.

V90 mit Gravita.

Am 1. Juli mußte 290 371 eine liegen geblie­bene Gravita (261 081) in Bautzen abholen.

Intercity Meßzug.

Am Mittag darauf probte eine uner­kannt geblie­bene 218 mit einem Meßzug­wagen die Ansteu­erung des Bahn­hofs in Seitschen mit einem Inter­city. Schauen wir mal, ob es die dazu gehö­rende Strippe noch dieses Jahr­hundert gibt oder – auf­grund von Stö­rungen im Betriebs­ablauf – erst nach der Abschaf­fung des Auto­mobils.

Getreidezug.

Am Abend desselben 2. Juli speku­lierte ich auf die Rück­kehr der Trian­gula 248 044 mit ihren ermewa-Getreide­waggons. Ich mußte nicht lange warten. Der Zug war neun­zehn Stunden zuvor gegen Mitter­nacht leer nach Reichen­bach gefahren.

Getreidezug.

Déjaà-vu. Zwei Tage und eine Stunde später im gleichen trüben Licht der­selbe Getreide­wicht.