Bahnhofsbild.
Der Bahnhof in Seitschen
Walter Kuhl
Der Bahnhof von Seitschen.
Der Bahnhof.
Ein Schuppen am Bahnhof von Seitschen.
Ein Schuppen.
Die Bahnhofsrestauration.
Die Bahnhofsrestauration.
Bewegung im Bahnhof.
Auf der Durchreise.
Wegestein.
Wegestein in Seitschen.

Der Bahnhof in Seitschen.

1846 eröff­nete die Säch­sisch-Schlesi­sche Eisen­bahn­gesell­schaft die Station Seitschen (sorbisch: Žičeń) an der Strecke von Dresden nach Gör­litz. 160 Jahre später ver­ließ der letzte Fahr­dienst­leiter das Stations­ge­bäude, einige Jahre später wurde es auf einer Auktion in Dresden ver­steigert.

Wegesteine in Neschwitz, Radibor und Großdubrau

Eine unvollständige Sammlung von Relikten am Wegesrand

Die Oberlausitz bestand zu Beginn des 19. Jahr­hunderts wie die meisten Gegenden Deutsch­lands aus ziemlich vielen kleinen Dörfern und Weilern. Als regionale Besonder­heit mag die Namens­ähnlich­keit mancher dieser Ort­schaften gelten, obwohl sie im Sorbischen sicher differenter geklungen haben. So liegt Siebitz in der Nähe von Stiebitz, und es gibt noch ein weiteres Siebitz Richtung Kamenz. Loga bei Luga, Stacha nicht weit entfernt von Storcha, Birkau in Reich­weite von Burkau; und auch Ausch­kowitz und Drausch­kowitz laden zum Fehl­hören ein. Panne­witz bei Saritsch ist nicht zu ver­wechseln mit Panne­witz bei Uhyst. Und dann gibt es noch die Farben­dörfer Roth­naußlitz, Weiß­naußlitz und Schwarz­naußlitz, aber seltsamer­weise nicht Blau­naußlitz oder Gelb­naußlitz. Da bedurfte es einer klaren Orientierung.

Einst müssen im heutigen Land­kreis Bautzen Hunderte dieser Steine gestan­den haben. Und auch heute sind noch derart viele Exemplare vor­handen, daß es notwendig wird, die Steine­sammlung auf dieser Web­seite zu unter­teilen. Daher finden sich hier die Wege­steine in den benach­barten Gemeinden Neschwitz, Radibor und Großdubrau. Diese Zusammenstellung ist nicht vollständig; sie umfaßt die Steine, die sich in der Nähe der Gemeinde Göda auf­suchen ließen.

Die Angabe bedeutet, daß der Wege­stein nicht auf der Liste der Kultur­denkmale zu finden ist. 

»»  Auf der Haupt­seite zu den Wege­steinen gibt es ein ausführ­liches Vorwort.

»»  Julian Nyca hat – wohl abge­schlosen im Novem­ber 2019 – 78 Bilder von sehr verschieden­artigen Wege- und anderen Steinen auf Wiki­media Commons hoch­geladen. Dies ist eine schöne Ergän­zung aus Gegenden, in denen ich noch nicht gewesen bin oder zu denen ich viel­leicht auch nicht hinge­langen werde.

Meine eigenen Aufnahmen ent­standen, wenn nicht anders angegeben, 2023 und 2024.

Neschwitz

Neschwitz besteht neben dem Hauptort aus rund zwanzig weiteren Dörfern.

»»  Liste aller früheren und heutigen Wege­steine in Nesch­witz. Von den einst rund sechzig Exem­plaren ist nur noch etwa ein Drittel erhalten.

Caßlau / Koslow

In und um Caßlau standen einst eine Reihe von Wege­steinen, einige davon an der Grenze zu Nauß­litz. Erhalten ist keiner.

Betkreuz bei Caßlau.

Nordwestlich von Caßlau kreuzten sich einst zwei Wege, viel­leicht eher Trampel­pfade. Das zuge­hörige Betkreuz ist an einem Markierungs­stein fest­gebunden. Vermut­lich ist dies nicht der Wege­stein, der irgendwo im Kreuzungs­bereich gestan­den haben muß. Im Hintergrund Caßlau.

Doberschütz / Dobrošicy

In und um Doberschütz stehen noch zwei Wege­steine. Es gab einmal mehr davon.

Wegestein in Doberschütz.

Der eine steht im Ort an der abkni­ckenden Haupt­straße nach Horka, wie auch auf seiner Süd­seite ver­merkt ist. Auf der Ostseite geht es nach Lomske in öst­licher und nach Zerna und Caßlau in nörd­licher Rich­tung.

Wegestein bei Doberschütz.

Wenn wir dem Weg nach Norden folgen, gabelt sich alsbald die Straße, was einen Wege­stein erfor­derte. Nach links geht es nach Zerna und Kamenz und gerade­aus nach Caßlau. Die beiden anderen Seiten blieben unbe­schriftet.

Holscha / Holešow

Holscha ist ein Minidorf bei Nesch­witz. Das etwa zwei Kilo­meter ent­fernte Holsch­dubrau ist Teil der Gemar­kung,

Wegestein in Holscha.

Holscha. An der Südseite wird der Weg nach Neudorf und Nesch­witz gewie­sen, während an der Ostseite wie­derum Nesch­witz (auf einem anderen Weg) genannt wird und in der Gegen­richtung Holsch­dubrau. Luppe­dubrau und Luppa.

Wegestein in Holschdubrau.

Abseits des Haupt­weges von Holsch­dubrau führt nach Süd­osten ein Weg ins freie Feld. Hier­über konnten frau und man nach Quoos oder Luppa gelangen.

Loga / Łahow

In der Gemarkung Loga stehen zwei Wegesteine.

Wegestein in Loga.

Am östlichen Ortsrand von Loga zweigt eine Straße zum Milleniums­denkmal und von dort weiter nach Schmoch­titz ab. Während die Angaben Schmoch­titz und Bautzen gut zu lesen sind, sind die Angaben auf der Nord­seite nur schwer zu entziffern; es handelt sich um Saritsch und Milkwitz. Die beiden anderen Felder sind leer.

Wegestein Loga Abzweig Luga.

Von der Straße von Loga nach Milkwitz zweigt in nörd­licher Richtung eine Straße nach Luga und weiter nach Quoos ab. An der Nord­seite ist Saritsch nur zu erahnen und Milkwitz zu lesen. Ob ober­halb von Saritsch auch noch Loga er­wähnt wurde, ist nicht mehr zu erkennen. Die Felder auf der Ost- und der Südseite sind nicht beschriftet.

Lomske / Łomsk

Nicht zu verwechseln mit Lomske nörd­lich von Radibor. Das Lomske bei Nesch­witz ist eine größere Gemar­kung mit geringer Bevölke­rung. Daher sind hier nicht nur die beiden Wege­steine direkt am Ort von Inter­esse, sondern auch ein weiterer etwas weiter südwest­lich an einer alten Wege­kreuzung am Wald­rand nord­westlich von Neupusch­witz.

Wegestein in Lomske.

Am nörd­lichen Dorf­rand trifft die Straße von Dober­schütz nach Nesch­witz auf die Straße von Pusch­witz nach Zescha. Da es das nörd­lichste Stück nach Zescha nicht mehr gibt, erzählt uns der Stein, es gehe nach Caßlau. Nach Süden haben wir eine Reihe von Zielen: Neu­puschwitz, Pusch­witz, Wetro, Guhra und Neu­jeßnitz. An der Südseite sind Nesch­witz, Lissa­hora und Dober­schütz ange­schrieben. Die beiden anderen Seiten sind ohne Notiz.

Wegestein in Lomske.

Etwas weiter west­lich ging einmal ein Feldweg nach Jeßnitz ab. Teile dieses Weges sind aufge­lassen und begrast. Der korre­spondierende Stein steht an einer früheren Weggabe­lung nörd­lich von Jeßnitz. Da der Feldweg in Lomske nicht mehr existiert, wurde die Beschrif­tung des Steines ange­paßt. Auf der Nord­seite werden wir nach Nesch­witz, Lissa­hora, Dober­schütz und Horka geführt, während die anderen drei Seiten nunmehr unbe­schriftet sind.

Wegestein im Wald bei Lomske und Neupuschwitz.

Mittig zwischen diesen beiden korre­spondirenden Steinen markiert ein weiterer Stein die Kreu­zung eines Weges von Neu­pusch­witz nach Dober­schütz. Das ist, obwohl Teile des Feld­weges zwischen Jeßnitz und Lomske fehlen, auch weiter­hin so ange­schrieben.

Ortsflurgrenzstein.

Zwischen Lomske und Neupuschwitz markiert ein kleiner Stein die Flurgrenze. Auf der Rückseite dieses Steines steht folglich Puschwitz.

Neschwitz / Njeswačidło

Zwischen Uebigau und Nesch­witz stehen zwei Wege­steine, die jeweils abzwei­gend nach Luga ver­weisen. Weitere Wege­steine auf Nesch­witzer Gemar­kung wären noch nach­zutragen.

Wegestein zwischen Neschwitz und Uebigau.

Es sind nur das vordere und das hintere Feld beschrie­ben. Für die Haupt­straße sind die Zielorte Nesch­witz, Uebigau und Panne­witz, für den Abzweig Luga. Einen halben Kilo­meter weiter süd­lich befindet sich ein weiterer Stein mit den­selben Zielen.

Wegestein bei Neschwitz.

An einer Brücke über die still­gelegte Eisen­bahn­strecke von Bautzen nach Hoyers­werda steht an der Verzwei­gung der aus Nesch­witz heraus­führenden Straße ein Wege­stein. Er zeigt nach links nach Lomske und Horka und rechts davon nach Caßlau und Kamenz. Die beiden anderen Seiten sind frei.

Pannewitz / Banecy

Nicht zu verwechseln mit Pannewitz in der Gemeinde Burkau. In den beiden Dörfern Panne­witz und Weidlitz (Wutołčicy) steht jeweils ein Wegestein.

Wegestein in Pannewitz.

Wegestein bei der Bushalte­stelle in Panne­witz. Es ist nur dieses eine Feld be­schrieben: Saritsch, Uebigau und Nesch­witz in die eine und Weidlitz in die andere Richtung.

Wegestein in Weidlitz.

Wegestein in Weidlitz. Die beiden hier sicht­baren Felder führen nach Neu­lauske und Drei­kretscham bzw. nach Panne­witz, Saritsch und Nesch­witz. Die rück­seitigen Felder sind nicht beschriftet.

Auf den Hügeln ober­halb von Weid­litz und Panne­witz er­streckte sich ein fein­maschiges Wege­netz zwischen Lauske, Guhra, Pusch­witz und Wetro auf der einen und Saritsch, Panne­witz und Weid­litz auf der anderen Seite. Trafen diese Wege aufein­ander, wurde ein Wege­stein gesetzt. In der Nähe von Weid­litz gibt es noch deren zwei. Heute beginnt eine Sand­piste zwischen Weid­litz und Panne­witz. Sie führt in nordwest­licher Rich­tung nach Guhra. Von Weid­litz wie von Panne­witz aus­gehend konnten frau und man hierauf stoßen. Der Panne­witzer Weg muß schon früh aufge­lassen worden sein. Denn der Wege­stein zu diesem Weg, der weiter nach Neu­lauske führte, nennt Panne­witz als nur noch über die Sand­piste zu erreichen. Der zweite Stein steht rund ein­hundert Meter weiter. Dort ver­zweigt sich die Sand­piste nach Guhra und nach Pusch­witz.

Wegestein bei Weidlitz.

Dieser Stein ist sehr gesprächig. Er nennt Weid­litz und Panne­witz in der einen und Guhra, Lauske, Pusch­witz und Jeßnitz in der anderen Haupt­richtung. Der Abzweig führt nach Neu­lauske, Lauske, Neu­jeßnitz, Guhra und Wetro. Die beiden dem Wald zuge­wandten Felder sind nicht beschrieben.

Wegestein bei Weidlitz.

Auch der andere Stein ist infor­mativ. Er zeigt die Verzwei­gung nach Pusch­witz bzw. Guhra, Lauske, Neu­jeßnitz und Jeßnitz grafisch an. In der anderen Rich­tung werden Panne­witz und Weid­litz genannt, nicht jedoch Neu­lauske oder das etwas ent­ferntere Dreikret­scham. Die anderen drei Felder sind unbe­schriftet.

Saritsch / Zarěč

Nordwestlich von Saritsch stehen entlang der Straße von Nesch­witz nach Drei­kretscham zwei Wegesteine.

Wegestein bei Saritsch.

Der südlichere der beiden Wege­steine weist diejenigen, die von Panne­witz her­kommen, entweder nach Saritsch und Loga oder zum Wind­mühlen­berg. Dort stand von 1733 bis 1977 eine Bock­wind­mühle. Diese war dem dortigen Ton­tagebau im Weg und wurde daher auf ihren heutigen Platz zwischen Luga und Quoos versetzt.

Wegestein bei Saritsch.

Blick von der Haupt­straße nach Saritsch. Benannt werden Nesch­witz, Panne­witz und Weidlitz. Die beiden anderen Felder sind leer.

Wegestein Saritsch nach Neschwitz.

Auf dem Wegestein Richtung Nesch­witz wurde nur ein Feld be­schriftet, dies jedoch in einer seltenen Weise. Hier wird der Abzweig nach Saritsch grafisch darge­stellt. Darüber die Angaben zu Nesch­witz, Uebigau und Panne­witz.

»»  Entlang der Straße vom west­lichen Ende in Drei­kretscham nach Nesch­witz lassen sich nach­einander sieben dieser Wege­steine finden. Der erste steht an der Auffahrt nach Storcha, es folgen die­jenigen in Weid­litz und Panne­witz und die beiden Steine bei Saritsch. Zwei weitere Exemplare stehen zwischen Uebigau und Nesch­witz. Die ersten drei befinden sich links der Straße, die anderen vier rechts davon.

Uebigau / Webohow

Zwischen Uebigau und Nesch­witz stehen zwei Wege­steine, die jeweils abzwei­gend nach Luga verweisen.

Wegestein bei Uebigau.

Es sind nur zwei Felder beschrieben. Für die Haupt­straße sind die Zielorte Nesch­witz, Uebigau und Panne­witz, für den Abzweig Luga. Einen halben Kilo­meter weiter nörd­lich befindet sich ein weiterer Stein mit den­selben Zielen, der jedoch einen kürzeren Fußweg voin Nesch­witz nach Luga markiert.

Weidlitz / Wutołčicy

Siehe unter Pannewitz, in dessen Gemar­kung Weid­litz liegt.

Zescha / Šešow

Zescha liegt ganz im Norden der Gemeinde Nesch­witz.

Wegestein in Zescha.

Im Ort selbst trennt sich die von Nesch­witz herkom­mende Haupt­straße. Als heutiger Seiten­weg geht es links ange­schrieben und auch links am Stein vorbei nach Niesen­dorf, Eutrich und Königs­wartha, während auf der Südseite Nesch­witz, Caßlau und Königs­wartha (über die B 96) ver­merkt sind. Das kann demnach nicht die ursprüng­liche Textur sein.

Meilenstein bei Zescha.

Neben der an Zescha vorbei­führenden Fern­straße steht ein zum Kilo­meter­stein umfunk­tionierter älterer sächsi­scher Meilen­stein. Nach Hoyers­werda sind es von hier krumme 19,1 Kilo­meter. Auf der Rück­seite steht Bautzen mit 14.9 Kilo­metern ange­schlagen.

Die Gemarkung Zescha erstreckt sich weit nach Westen und er­reicht in ihrem südwest­lichen Zipfel die Straße von Caßlau nach Nesch­witz. Dort steht ein Wege­stein mit einer ganz eigenen Ge­schichte.

Wegestein bei Caßlau.

Das Gekrakel mit einer Stunden­entfer­nung nach Bautzen könnte auf ein hohes Alter dieses Steines hin­weisen, möglicher­weise um 1830. Damals zweigte hier hinter dem Stein ein Weg nach Luga ab, der Nesch­witz im Süden umging.

Derselbe Wegestein bei Caßlau.

Als der Weg durch den Wald an Bedeu­tung verlor, wurde der Hinweis auf Luga ersetzt durch eine Kilo­meter­angabe für Nesch­witz und Caßlau.

Radibor

Auch in Radibor begeben wir uns auf sorbisches Siedlungs­gebiet. Hier ist das traditio­nelle Oster­reiten ange­sagt, bei dem die Reiter all denen, die es wissen oder auch nicht wissen wollen, die frohe Bot­schaft ver­künden, daß Jesus Christus aufer­standen ist. Das ist zwar schon gut zwei­tausend Jahre her, aber manche Dinge müssen einfach solange immer wieder aufs Neue erzählt werden, bis man kapitu­liert und es einfach glaubt. Während die sorbischen Männer – Frauen natürlich nicht, denn wir sind hier mitten im katholi­schen Patriarchat! – ihr Reiten sehr ernst­haft begehen, ist das Event längst zur touristischen Attrak­tion ver­marktet worden. Etwa drei­hundert Spektakel­suchende kamen beispiels­weise am Oster­sonntag 2024 mit ihren Blech­karossen eigens zum Milleniums­denkmal angereist, um Selfies zu knipsen und Videos zu drehen.

Dieser exotisierende Blick auf die Folklore ist „immer auch ein kolonialer Blick auf eine soge­nannte Minder­heit, die sich aber in Teilen heute als indi­genes Volk ver­steht.“ 

2019 wurde durch die Sächsische Mitmach-Stiftung ein Projekt ausge­zeichnet, mit dem die Wege­steine in der Gemeinde Radibor gesäu­bert und anschlie­ßend zwei­sprachig wieder­hergestellt wurden. Dies ist nicht die ursprüng­liche Beschrif­tung, doch im sorbi­schen Kern­land wird viel ver­sucht, Zwei­sprachig­keit sicht­bar zu machen. 

Mit Hilfe von Meßtisch­blättern lassen sich auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Radibor min­destens vierzig Wege­steine identi­fizieren. Davon sind heute nur noch acht­zehn sicher vor­handen und sechs weitere möglich. 

Brohna / Bronjo

In und um Brohna stehen zwei Wegesteine.

Bildstock mit Wegestein in Brohna.

Die Ortsmitte von Brohna wird durch einen Bild­stock geprägt. Daneben steht eher ver­huscht ein zwei­sprachig gesprä­chiger Wege­stein.

Wegestein in Brohna.

Seine Südseite führt uns nach Neu-Brohna und Luppa, die West­seite zu den Mühl­häusern in Radibor und nach Radibor selbst, die Nord­seite nach Radibor, und die Ostseite nach Camina.

Wegestein bei Brohna.

Knapp einen Kilometer nord­östlich von Brohna kreuzen sich die Wege von Radibor nach Luppa und von Brohna nach Camina. Der dortige Wege­stein ist zwei­sprachig. Auf der Nord- und der Osreite werden die Orte auf Deutsch, auf der Süd- und West­seite auf Sorbisch genannt.

Camina / Kamjenej

Zur Gemarkung Camina gehört der Flecken Grün­busch; sorbisch einfach nur Haj wie Busch. In Camina und der direkten Umge­bung stehen noch zwei Wege­steine, ein dritter ist nicht mehr vor­handen. Der Wege­stein im Ort Camina wurde durch das Denk­malamt im zuge­hörigen Doku­ment einige hundert Meter südöst­lich in die Nähe des Bahn­hofs Lutto­witz verortet.

Wegestein in Camina.

Der Wegestein am Orts­eingang von Camina; die Straße von Radibor ver­läuft rechts vom Stein. Auf der gegen­über­liegenden Straßen­seite steht, wie nicht anders zu erwarten, ein Betkreuz. Der hier auf der Nord­ostseite nach links ange­zeigte Weg nach Merka führt zum einstigen Bahnhof Lutto­witz der Strecke von Radibor nach Löbau. An der Nord­westseite wird der Weg nach Radibor und Groß­dubrau gewiesen, an der Südwest­seite nach Grün­busch, was geogra­fisch nicht ganz korrekt ist. Eigen­tlich ist dies der korre­spondierende Stein zu dem an der Land­straße bei Brohna. Die Rück­seite am Pfosten für einen Spiegel ist frei geblieben.

Wegestein bei Camina.

Der Wegestein steht an der Kreu­zung des Weges von Camina nach Crosta und der Straße von Lutto­witz in das hinter der Kuppe gelegene Grün­busch. An der Südseite geht es rechts nach Crosta, an der Nord­seite rechts nach Camina und Radibor, und die West­seite weist nach Grün­busch und Lutto­witz. Die Ostseite ist unbe­schriftet.

Die Mysterien von Camina

Zu einem tief­religiösen Gebiet gehören selbst­verständ­lich nur Einge­weihten zugäng­liche Riten und Mysterien.

Die einschlägigen Online-Hilfs­mittel machen es nicht so leicht, die beiden Wege­steine auf Anhieb zu finden und identi­fizieren. Das Denk­malamt schlägt in seinem Doku­ment zum Stein einen gänzlich anderen Ort vor; wo sich selbst­redend kein Stein auf­finden läßt. Die Wiki­pedia kennt zwar den anderen Stein auf dem halben Weg nach Grün­busch, verlegt ihn jedoch eine Kreu­zung weiter südlich und ver­linkt hierzu ein Doku­ment des Denkmal­amtes, das sich nicht mehr aufrufen läßt. Wie es der Zufall will, stand an diesem Ort vor vielen Jahr­zehnten tatsäch­lich einmal ein Wege­stein, wenn auch viel­leicht an einer anderen Ecke der Kreuzung nach Groß­dubrau. Hier stellt sich die Frage, welchen Stein das Denk­malamt gemeint hat und weshalb der Aufruf des zuge­hörigen Doku­mentes – um beim Mysti­schen zu bleiben – heute in ein Daten­nirwana führt.

Camina und Umgebung.

Camina und Umge­bung auf dem Meßtisch­blatt 4752 von 1940. Die damals und mit einer Aus­nahme auch heute noch vorhan­denen Wege­steine sind blau einge­kreist, die fehler­haft zuge­schriebenen rot. Mit einem blauen „x“ ist der heutige Standort der beiden Kreuz­steine markiert. Am linken Bild­rand der Ort des Wege­steins bei Brohna. Quelle: BYU Library.

Wegestein mit Kreuzstein bei Camina.

Der Wegestein mitsamt Kreuz­stein im April 2014. Auf­nahme: Julian Nyca auf Wiki­media Commons, Lizenz cc-BY-SA 3.0, leicht bear­beitet.

Der bei Grün­busch gelegene Wege­stein stand, wenn wir die Foto­grafien des Denkmal­amtes von 2017 und von Julian Nyca von 2014 betrach­ten, neben einem der beiden unter Denkmal­schutz stehen­den dortigen Kreuz­steine. Während die Foto­grafin des Denkmal­amtes den Kreuz­stein 2017 ein­deutig an der Straße ablich­tete, wird er im zuge­hörigen Doku­ment etwa fünfzig Meter entfernt an den Feldweg nach Camina in die Umge­bung des anderen Kreuz­steines verlegt. Dort können wir ihn heute inmitten eines liebe­voll herge­richteten Kiesel­bettes betrach­ten. Die Frage ist: wurde er wieder an seinen ursprüng­lichen Platz zurück verlegt oder haben sich die Radi­borer Kümmerer einfach an einem möglicher­weise fehler­haften Doku­ment orien­tiert?

Kreuzstein bei Camina.

Der Kreuzstein bei Camina im Kiesbett.

Cölln / Chelno

Der Wegestein in Cölln steht in trauter Ein­tracht mit einem Betkreuz und der ört­lichen Flaschen­sammlung.

Wegestein in Cölln.

Der Wegestein hat sein Pendant in Kronförstchen. Er ist zwei­sprachig deutsch/sor­bisch. Auf seiner Ostseite zeigt er nach Radibor, auf seiner Südseite nach Kron­förstchen, auf seiner West­seite nach Klein­welka und auf seiner Nord­seite nach Milk­witz. Das Pendant in Milk­witz ist nicht mehr vor­handen.

Lippitsch / Lipič

In der Gemarkung stehen zwei Wegesteine und in der Nähe der Wochus-Teiche möglicher­weise zwei weitere.

Wegestein zwischen Lippitsch und Oppitz.

Von der Straße von Milkel nach Oppitz zweigt kurz vor Oppitz eine Straße nach Lip­pitsch ab. Hier steht ein Wege­stein, der an seiner Südseite nach Milkel und Oppitz weist. An seiner Ostseite ist Lip­pitsch ver­merkt, ansons­ten sind die Flächen weiß geblie­ben. Dieser Stein wurde „frisch ge­strichen“, aber nicht zwei­sprachig ausge­stattet.

Wegestein bei Lippitsch.

Folgen wir der Straße nach Lippitsch, so steht kurz vor Errei­chen des Dorfes ein weiterer Wege­stein. Dieser ist jedoch stumm.

Lomske / Łomsk

Nicht zu verwechseln mit Lomske west­lich von Nesch­witz. Siehe auch den Wald­wege­stein unter Luppa.

Wegestein in Lomske.

An eine Hauswand geschmiegt ist dieser Stein nicht beson­ders auf­fällig. Den Weg nach Crosta und Luppa weist er jeden­falls nicht mehr.

Luppa / Łupoj

Die Gemarkung Luppa umfaßt auch Luppe­dubrau, das im nach­folgenden Ab­schnitt be­sucht wird.

Wegestein zwischen Luppa und Quoos.

In einem Waldstück zwischen Quoos und Luppa steht ver­steckt ein Wege­stein, der keine Aus­kunft mehr geben kann.

Wegestein zwischen Luppa und Lomske.

Ebenso ver­schwiegen ist der Wege­stein, der an der Straße von Luppa nach Lomske steht. Hier macht die Straße einen Knick nach Südosten.

Wegestein im Wald.

Vor vorherigen Stein gehen wir etwa einen Kilo­meter in nordwest­licher Rich­tung und treffen auf einen Wege­stein, der am Waldweg von Luppe­dubrau nach Droben steht. Viel­leicht befinden wir uns hier auch schon auf Lomsker Gemar­kung, das wird aus den mir vorlie­genden Plänen nicht so klar.

Wegestein im Wald.

Vom vorigen Stein ist es etwa ein weiterer Kilo­meter bis zum nächsten Exem­plar. Wir befinden am südli­chen Rande des Hahnen­bergs, oder besser gesagt: des Hahnen­bergel­chen. Der Stein steht am Rande einer Weg­kreu­zung mit fünf Wegen und ist deshalb auch fünf­eckig. Als Aufstell­datum ist 1854 ange­bracht.

Von hier aus können wir direkt zu den nächsten beiden Steinen in Luppe­dubrau und Luppa ge­langen. Wir wenden uns zunächst nach Luppa. Dort steht an der nörd­lichen Dorf­ausfahrt einer der restau­riert-reno­vierten zwei­sprachigen Wege­steine.

Wegestein in Luppa.

Die Westseite schickt uns nach Brohna und Luppe­dubrau, die Nord- und Südseite zeigt den Weg zum Hahnen­berg. Das östliche Feld ist weiß geblieben.

Luppedubrau / Łupjanska Dubrawka

Luppedubrau gehört zur Gemar­kung Luppa.

Wegestein in Luppedubrau.

Am östlichen Dorf­eingang stößt der Waldweg aus Droben auf die Straße nach Luppa. Deshalb steht hier ein Stein, der eben­falls zwei­sprachig herge­richtet worden ist. An der West­seite zeigt er zum Hahnen­berg und an der Südseite nach Luppa und Holsch[e]­dubrau.

Luttowitz / Lutobč

Dem Dorf ist seit der „Wende“ rein zahlen­mäßig die Hälfte seiner Bevöl­kerung ab­handen ge­kommen. Am süd­lichen Rand des Dorfes steht der Wege­stein an einer Straßen­kreuzung.

Wegestein in Luttowitz.

Diese kleine Ausgabe eines Wege­steins zeigt auf der West­seite nach Merka und Bornitz, sowie auf der Südseite nach Radibor und Quatitz.

Milkel / Minakał

Der Bereich nördlich von Milkel mit den Dörfern Teicha / Hat und Wessel / Wjesel liegt außer­halb meines Bereisungs­radius. Auf Meßtisch­blättern der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts sind Weg­weiser mit einem eigenen Zeichen einge­tragen. Auf dieser Grund­lage wurden diese vier Orte mit dem alpha­betischen Straßen­beschauer einer US-amerika­nischen Daten­krake „bereist“. Das Ergebnis ist in der fol­genden Tabelle fest­gehalten. 

FlurBlattStraße oder Weg von … nachkreuzt Straße oder Weg von … nach oder zweigt ab nachBemerkung
Milkel4652Milkel nach Lippitschetwa einen halben Kilo­meter außer­halb von Milkel
Milkel4752Milkel nach KlixWeg nach Crosta (?) etwa einen halben Kilo­meter außer­halb von Milkelvorhanden!
Milkel4752Milkel nach LomskeAbzweig nach Oppitz
Milkel4752Milkel nach LomskeAbzweig nach Droben
Wessel4652Milkel nach RaudenAbzweig nach Wessel
Wessel4652Nordost­seite von Wessel, Weg nach RaudenAbzweig in nörd­liche Rich­tungStatus unbe­kannt
Wessel4652Milkel nach RaudenAbzweig Weg von Wessel nach RaudenWeg ebenso wie Stein
Wessel4652Milkel nach RaudenAbzweig nach Grünhainvorhanden!
Tablle M: Liste von Wege­steinen in der Gemar­kung Milkel, die sich aus Meßtisch­blättern der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts erschlie­ßen lassen.
Quoos / Chasow

Im Ort selbst gibt es keinen Wege­stein. Dafür steht einer oberhalb der Einmün­dung des Sträß­chens aus Quoos auf die Bundes­straße 96. Dieser Stein wurde kürzlich farb­lich aufge­frischt und neu beschrif­tet, aber wohl nicht im Rahmen des sorbi­schen Pro­jektes, denn er ist ein­sprachig geblie­ben. Der Hinweis auf die Wind­mühle verrät eine moder­nere Beschrif­tung.

Wegestein bei Quoos.

Die Südwest­seite nennt Stationen an der Bundes­straße: Schwarz­adler in südliche und Luga mit der Wind­mühle, Holscha und Nesch­witz in nörd­liche Rich­tung. An der Südost­seite werden Quoos und Radibor in der einen und Milk­witz, Schmoch­titz und Klein­welka in der anderen Rich­tung genannt. Nur – daß Klein­welka hier keinen Sinn ergibt. Die beiden anderen Flächen wurden frei gelassen. Neben dem Wege­stein steht ein ganz kleiner und daneben der Flur­grenz­stein von Quoos, obwohl dieser wohl eher an der Bundes­straße selbst stehen müßte. Der Hinweis auf die Flur­grenze von Nesch­witz wurde bei der Aufhüb­schung wegge­lassen.

Radibor / Radwor

In Radibor stehen zwei Wegesteine.

Wegestein in Radibor.

Gegenüber der Feuerwehr­ausfahrt zweigt die Straße nach Quoos ab. An der Nord­seite des Steins werden wir nach Lutto­witz und Camina geführt, an der Ostseite nach Quoos und Luga, an der Südseite nach Schwarz­adler und Milk­witz, und an der West­seite nach Cölln und Brohna. 

Wegestein in Radibor.

Neben einem massiven Betkreuz von 1896 in der Dorf­mitte ver­schwindet gerade­zu der Wege­stein linker­hand. Die Priori­täten sind hier klar zu­gunsten des Imagi­nären gesetzt. Als ich im Mai 2024 vorbei­kam, war dem Kreuz der gekreu­zigte Jesus abhan­den gekom­men.

Wegestein in Radibor.

Inmitten des lang­gestreck­ten Dorf­platzes steht besag­ter Wege­stein. Auf der Südseite bringt er uns nach Schwarz­adler und Quoos, an der West­seite nach Brohna und Luppa, an der Nord­seite nach Lutto­witz und Camina, und an der Ostseite nach Cölln und Klein­welka.

Strohschütz / Stróžišćo

Strohschütz ist ein Minidorf mit wenigen Gebäuden und etwa zehn Bewohner­innen und Bewohnern. Bedeutung gewinnt die Gemarkung durch das Milleniums­denkmal, das an die beiden byzan­tinischen Wander­prediger Kyrill und Method erinnert, die den heidnischen Slawinnen und Slawen den rechten Aber­glauben gepredigt hatten. In der Lausitz wurde vor rund ein­tausend Jahren das Evangelium in guter Christen­manier geradezu exorzis­tisch mit Feuer und Schwert verkündet. 

Betkreuz am Milleniumsdenkmal.

Das Betkreuz am Milleniums­denkmal. Im Hintergrund turnen Kyrill und Method auf einem Felsen.

Osterreiter am Milleniumsdenkmal.

Osterreiter am Oster­sonntag 2024 auf dem Weg vom Denkmal nach Dreikretscham.

Wegestein am Milleniumsdenkmal.

Der Wegestein am Denkmal ist zumindest in der Beschrif­tung teil­weise neueren Datums, denn er weist auf den „Urzoo“ in Klein­welka hin. Zudem befindet er sich auf der lang­gestreckten Gemar­kung Soll­schwitz.

Wegestein bei Strohschütz.

Der Wegestein auf halbem Weg zwischen Denkmal und Strohschütz steht an einem abzwei­genden Fußweg nach Milkwitz. Dieser umgeht Strohschütz in mehr oder weniger gerader Linie, ohne daß dies auf dem Stein angezeigt wird. Farbe und Aufschrift wurden nach Mai 2019 neu aufgetragen. 

Großdubrau

Großdubrau ist eine der vielen zusammen­gewürfelten sächsi­schen Gemeinden und umfaßt zwanzig Ortsteile.

Dahlowitz / Dalicy
Wegestein in Dahlowitz.

Der Stein ist nicht mehr beschrif­tet und wird für wegwei­sende Pikto­gramme genutzt.

Jetscheba / Jatřob

Am Nordrand des Habicht­dorfes zweigt ein Weg zu den Milkeler Vororten Teicha und Wessel ab. Auf halbem Weg steht links ein Wege­stein, der wohl einen alten Fußpfad nach Milkel ab­deckte. An der Nord­seite des Steines sind daher noch Teicha, Wessel und Jetscheba zu lesen; die übrigen drei Flächen scheinen leer ge­blieben zu sein. 

Kronförstchen / Křiwa Boršć

Auf dem Weg von Kleinwelka nach Kron­förstchen befin­den sich zwei Wege­steine kurz vor dem Ort. Einer bewacht den Abzwig von Cölln und einer die Ortstafel.

Wegestein vor Kronförstchen.

Der Wegestein an der Einmün­dung aus Cölln; links im Bild eines der ersten Häuser des Ortes. Die Südwest- und die Südost­seite zeigen nach Neu­bornitz und Cölln, die Nordwest- und Nordost­seite nach Groß­dubrau, Quatitz, Lubachau. Klein­welka und Bautzen.

Wegestein in Kronförstchen.

Während der eine Stein gut gepflegt wurde, zeigt sich der andere ohne lesbaren Text. Als Besonder­heit ist er in der Hori­zontal­achse als gleich­schenk­liges Trapez mit aufge­setztem Pyramiden­kopf ausge­bildet.

Anmerkungen

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  1. Caveat: Ich kenne nur die Liste in der Wiki­pedia, nicht das (voll­ständige) Original; dieses ver­steckt sich hinter einem Anmelde­formular. Aller­dings hilft hier auch die zuge­hörige Denkmal­karte weiter.   
  2. Grit Lemke im Interview mit Wolfgang Hübner: Kein Requiem für die Sorben, in: Neues Deutsch­land vom 17. April 2024 [online].   
  3. Ein Projekt von Jan Nuck. Projektträger war der Chor Meja Radibor. Eine Kurzvor­stellung des Projektes gab es im „Sachsen­spiegel“ des MDR am 6. Juni 2017 [video auf youtube].   
  4. Da Alphabets Auto nicht überall entlang fuhr und ich nicht überall hin­kommen werde, sind einige Wege­steine nicht sicher entscheid­bar: stehen sie noch oder sind sie schon weg? Sie befinden sich in Wessel, im Wald zwischen Droben und Luppe­dubrau, zwei in der Nähe des Wochus-Teiches, zwischen Milkel und Lippitsch, sowie zwischen Milkel und Crosta.   
  5. Das hier verwendete Meßtisch­blatt 4652 Lohsa stammt aus den Jahren 1923 bis 1936. Die hierin eingezeichneten Wegweiser sind hilfreich als Standorte von Wegesteinen. Es hat sich allerdings herausgestellt, daß nicht alle Wegesteine in den Topografischen Karten eingetragen worden sind. In der Regel sind die Wegweiser an der richtigen Straßenseite oder Kreuzungsecke eingezeichnet; aber eben nicht immer. Quelle: Polni­sche Website Mapster.   
  6. Vor einigen Jahren bot dieser Stein ein ähnlich trost­loses Bild wie viele seiner Kolle­gen. Zwischen April 2019 und April 2020 wurde er „reno­viert“. Siehe die Auf­nahmen von Julian Nyca hier und hier.   
  7. Der Wendenkreuzzug von 1147 war eine Gemenge­lage aus welt­licher Macht­politik und Missionie­rung.   
  8. Julian Nyča hat den Wegestein am 1. Mai 2019 noch „unbe­rührter“ aufge­nommen, siehe Wikimedia Commons.   
  9. Der Stein erscheint auf einer Route, die das Auto der Daten­krake genom­men hat. In der anti­sorbischen Gemani­sierungs­politik der Nazis wurde Jetscheba zu Habichtau umge­dichtet; so auch vorzu­finden auf dem 1940 über­arbeiteten Meßtisch­blatt 4752. Dies wurde 1949 rück­gängig gemacht.