Bahnhofsbild.
Der Bahnhof in Seitschen
Walter Kuhl
Der Bahnhof von Seitschen.
Der Bahnhof.
Ein Schuppen am Bahnhof von Seitschen.
Ein Schuppen.
Die Bahnhofsrestauration.
Die Bahnhofsrestauration.
Bewegung im Bahnhof.
Auf der Durchreise.
Wegestein.
Wegestein in Seitschen.

Der Bahnhof in Seitschen.

1846 eröff­nete die Säch­sisch-Schlesi­sche Eisen­bahn­gesell­schaft die Station Seitschen (sorbisch: Žičeń) an der Strecke von Dresden nach Gör­litz. 160 Jahre später ver­ließ der letzte Fahr­dienst­leiter das Stations­ge­bäude, einige Jahre später wurde es auf einer Auktion in Dresden ver­steigert.

Wegesteine in der Gemeinde Göda

Eine unvollständige Sammlung von Relikten am Wegesrand

Die Oberlausitz bestand zu Beginn des 19. Jahr­hunderts wie die meisten Gegenden Deutsch­lands aus ziemlich vielen kleinen Dörfern und Weilern. Als regionale Besonder­heit mag die Namens­ähnlich­keit mancher dieser Ort­schaften gelten, obwohl sie im Sorbischen sicher diffe­renter geklungen haben. So liegt Siebitz in der Nähe von Stiebitz, und es gibt noch ein weiteres Siebitz Richtung Kamenz. Loga bei Luga, Stacha nicht weit entfernt von Storcha, Birkau in Reich­weite von Burkau; und auch Ausch­kowitz und Drausch­kowitz laden zum Fehl­hören ein. Panne­witz bei Saritsch ist nicht zu ver­wechseln mit Panne­witz bei Uhyst. Und dann gibt es noch die Farben­dörfer Roth­naußlitz, Weiß­naußlitz und Schwarz­naußlitz, aber seltsamer­weise nicht Blau­naußlitz oder Gelb­naußlitz. Da bedurfte es einer klaren Orien­tierung.

Die Angabe bedeutet, daß der Wege­stein nicht auf der Liste der Kultur­denkmale zu finden ist.

»»  Auf der Haupt­seite zu den Wege­steinen in der Ober­lausitz gibt es ein ausführ­liches Vorwort.

»»  Liste aller früheren und heutigen Wege­steine in Göda.

Meine eigenen Aufnahmen ent­standen, wenn nicht anders angegeben, 2023 und 2024.

Göda

Göda mit seinen rund dreißig zum Teil winzigen Dörfern verfügt über etwa drei Dutzend Wege­steine. Weitere etwa zwei Dutzend ver­schwundene lassen sich durch ältere Meßtisch­blätter erschlie­ßen. Für diese Gemeinde strebe ich eine voll­ständige bebil­derte Erfas­sung an und werde, wenn es sich ergibt, einzelne Auf­nahmen durch bessere ersetzen.

Birkau / Brěza

Auf der Gemarkung Birkau stehen zwei Wegesteine. Der eine liegt direkt am westlichen Ortsrand, der andere auf halbem Weg nach Spittwitz. Dort macht heute die Straße einen Knick Richtung Kleinpraga.

Wegestein Birkau Ortsrand.

Der Wegestein am westlichen Ortsrand von Birkau zeigt in West-Ost-Richtzng nach Seitschen und Spittwitz, und in Nord-Süd-Richtung nach Göda und Neu­spittwitz.

Wegestein Birkau zum Mordgrund.

Der Wegestein an der Straße von Birkau nach Spittwitz ist nur auf den hier abge­bildeten Flächen beschriftet. Die teilweise ver­witterten Inschriften weisen in West-Ost-Richtung nach Birkau und Seitschen, sowie zum Mord­grund (ohne Ent­fernungs­angabe!), und in Nord-Süd-Richtung nach Kleinpraga und Neu-Spittwitz.

Nach dem Knick im Weg nach Klein­praga steht nach etwa ein­hundert Metern der Flur­grenz­stein zu Semmi­chau. Den hat das Denk­malamt in seiner Dokumen­tation woanders hinge­stellt.

Grenzstein Birkau zu Semmichau.

Der Ortsflur­grenz­stein auf der Birkauer Seite.

Coblenz / Koblizy

In Coblenz stehen zwei Wege­steine, die beide auf von der Haupt­straße abge­hende Neben­wege ver­weisen.

Wegestein in Coblenz.

An einem schattigen Platz mitten im Ort zeigt ein Wege­stein auf einen längst ver­gessenen Weg nach Neda­schütz. An dessen Nord- und Süd­seite geht es nach Pietzsch­witz und Prisch­witz, an der Ostseite nach Dobra­nitz, Groß­hänchen und Uhyst, und an der West­seite „Zur Schanze“, nach Neda­schütz und Göda.

Wegestein Coblenz Westrand.

An der west­lichen Ausfahrt aus Coblenz steht ein weiterer Wege­stein. Dort geht ein Feldweg Richtung Zischko­witz und Liebon ab. Die Auf­schriften auf der Ost­seite ver­weisen nach Zischko­witz und Auschko­witz, die auf der Südseite nach Dobra­nitz und Pietsch­witz. Die beiden anderen Felder sind leer.

Dahren / Darin

An einer Wegekreuzung östlich von Dahren steht auf freiem Feld ein Wege­stein. Er markiert das Treffen eines Weges von Göda nach Döbschke mit einem Weg von Buscheritz über Dahren nach Pietzsch­witz.

Wegestein bei Dahren.

Auf der Nord­seite wird nach Janno­witz ver­wiesen, auf der Südseite nach Pietzsch­witz. An den beiden anderen Feldern ist der Weg nach Döbschke und nach Göda vermerkt.

Dobranitz / Dobranecy

Auf Dobranitzer Gemarkung sind zwei Wege­steine vor­handen. Beide stehen außer­halb des eigent­lichen Dorfes.

Wegestein Kreuzung bei Dobranitz.

Der eine Wege­stein steht an der Straße von Coblenz nach Panne­witz. Dort kreuzen die Ring­straße von Zischko­witz und die an Dobra­nitz vorbei­führende Straße aus Groß­hänchen die Kreis­straße. Der Stein steht an der Südwest­ecke und hat folgende Felder: Nord­seite nach Ausch­kowitz, Ostseite nach Zischko­witz, Südseite nach Pietz­schwitz. Die West­seite ist unbe­schrieben.

Wegestein Dobranitz Bushaltestelle.

An der Schulbus­halte­stelle außer­halb des eigent­lichen Dorfes (im Hinter­grund zu erahnen) ver­weilt auf einem Rasen­dreieck der andere Wege­stein. An dessen Ost- und West­seite geht es nach Coblenz und Göda, an der Nord- und Südseite nach Uhyst und Leutwitz

Dreikretscham / Haslow

Dreikretscham, benannt nach den drei Gast­stätten für Reisende auf einem Zweig der Via Regia, verfügt über drei Wege­steine, die an den Ortsaus­gängen nach Westen, Süden und Osten stehen.

Wegestein Dreikretscham nach Storcha und Weidlitz.

Der erste (westliche) Wegestein steht an der Auffahrt nach Storcha mit Abzweig nach Weidlitz. Auf der Süd­seite zeigt er nach Crost­witz und Bautzen, auf der Ost- und West­seite nach Weidlitz und Nesch­witz, und auf der Nord­seite nach Storcha und Göda.

Wegestein Dreikretscham nach Sollschwitz und Zscharnitz.

Der zweite (südliche) Wege­stein steht an der Verzwei­gung der Straße von Drei­kretscham nach Soll­schwitz und Zschar­nitz. Die Nord­seite ver­weist nach Storcha, Zschar­nitz und Kamenz, die Ost­seite nach Weid­litz, Loga und Nesch­witz. Auf der West­seite werden Coblenz und Muschel­witz angezeigt, und auf der Süd­seite wurde ein sächsi­sches Wappen aufgemalt.

Wegestein Dreikretscham nach Osten.

Der dritte (östliche) Wege­stein steht nach Ver­lassen des Dorfes an der Straße nach Göda. Die Auf­schriften sind ziem­lich ver­wittert. Die Straße nach Göda verzweigt hier nach Stroh­schütz und Nesch­witz. Ein noch les­barer Hinweis führt zu einem Weg nach Soll­schwitz, der heute nicht mehr existiert. Julian Nyca hat den Stein Ende 2017 in einem noch besserem Zustand foto­grafiert. Woraus folgt: die Wege­steine sollten in etwa fünf­jährigen Ab­ständen aufge­sucht und farb­lich ausge­bessert werden.

Dreistern / Tři Hwězdy

Oberhalb von Dreistern, auf der Gemarkungs­grenze von Klein- zu Ober­förstchen, steht ein einsamer Wege­stein am Abzweig nach Klein­welka.

Wegestein bei Dreistern.

Für die Haupt­straße zeigt der Stein nach Bautzen und Prisch­witz, für den Abzweig nach Salzen­forst und Klein­welka. Die beiden anderen Felder sind leer.

Göda / Hodźij

Im Hauptort selbst ist nur ein Wegestein erhalten. Angesichts der diversen Abzweigungen in die Nachbar­schaft dürfte es mehr gegeben haben.

Wegestein Göda.

Der Wegestein an der Einmün­dung der Döber­kitzer Straße auf die Haupt­straße befindet sich in unmittel­barer Nähe zu einer denkmal­geschützten Villa, die zu Beginn des 20. Jahr­hunderts auf Ansichts­karten verewigt wurde.

Wegestein Göda.

Es sind nur diese beiden Inschriften vorhanden. Der Wegestein markiert den Weg von Döberkitz nach Seitschen. 

»»  Die Gemarkung Göda umfaßt noch weitere Orte, nämlich Buscheritz, Janno­witz und Teile von Preske. Die beiden Steine bei Janno­witz werden nach­folgend separat aufge­führt. Zudem gibt es einen Wege­stein in der Nachbar­schaft zu Neda­schütz, der in dieser Auflistung pragma­tisch dem Nach­barort zuge­wiesen wird.

Grenzstein Gödarer Seite.
Grenzstein Seitschener Seite.

An der Straße von Göda nach Seitschen steht auf halbem Weg ein Ortsflur­grenz­stein, abge­kürzt „Ofg.“ – Ansicht von der Gödaer und der Groß-Seitschener Seite.

Jannowitz / Janecy

Nördlich von Jannowitz befinden sich zwei Wegesteine, von denen der andere wohl direkt auf der Grenze zur Gemar­kung Bolbritz (Stadt Bautzen) steht.

Wegestein Jannowitz Abzweig nach Bolbritz.

Der Wegestein steht an der Ausfahrt aus Janno­witz in Rich­tung Drei­kretscham. Auf der West- und Ostseite werden Göda und Drei­kretscham ange­geben, auf der Südseite [nicht mehr lesbar, wohl Bolbritz] und Bloa­schütz; die Nord­seite ist unbe­schriftet.

Wegestein zwischen Jannowitz und Bolbritz.

Auf halbem Weg zwischen Janno­witz und Bolbritz wird die Straße von Bautzen (Drei­stern) nach Kamenz gekreuzt. Auf der Nord- und Südseite sind Kamenz, Prisch­witz und Bautzen ange­bracht, auf der West­seite Göda, Seitschen und Schmoch­titz; die Ostseite ist blank.

Leutwitz / Lutyjecy

Der Wegestein vor Leutwitz an der Straße von Spitt­witz und Canne­witz steht an der Abzwei­gung nach Neda­schütz, dem „Milchweg“.

Wegestein bei Leutwitz.

Der Abzweig nach Neda­schütz wird nicht (mehr) ange­zeigt, obwohl wohl er der Anlaß für das Auf­stellen dieses Steines gwesen sein mag. Statt dessen werden vorne und hinten als nächste Ziele Spitt­witz und Canne­witz bzw. Groß­hänchen und Dobra­nitz ange­geben. Die Südseite zeigt ein sächsi­sches Wappen, das nörd­liche Feld ist leer.

Fahrerflucht

Die Wikipedia sucht ein Bild des Orts­flur­grenz­steins Leut­witz zu Groß­hänchen. Da dachte ich mich, wenn ich mal wieder dort vorbei­komme, könnte ich den Stein ja foto­grafisch auf­lesen und „mit­nehmen“. Aus dem Denkmal­amts-Doku­ment wußte ich, wo ich den Stein finden kann. Nun, beim Vorbei­fahren war er nicht zu sehen. Also habe ich genauer nach­geschaut. Und siehe da: er war wohl von einem Pkw mit blauem Front­spoiler auf die Wiese beför­dert worden. Das muß schon etwas länger her gewesen sein, denn das Straßen­schau­auto der US-amerikani­schen Daten­krake hat ihn schon derart deran­giert im Juli 2023 vorge­funden. Ich habe mal den Gödaer Bauhof darauf ange­setzt.

Grenzstein bei Leutwitz.

Der Stein auf Abwegen.

Dieser kontaktierte die Straßen­meisterei in Bischofs­werda. Nein, das ver­sandete nicht. Keine zwei Wochen nach meinem „Erst­kontakt“ stand der Stein wieder am rechten Ort. Das nenne ich mal unbüro­kratisches Handeln. Sehr schön.

Grenzstein bei Leutwitz.

Wieder aufgestellt.

Liebon / Liboń

Der Wegestein auf der Gemarkung Liebon steht an der Haupt­straße von Bautzen (Drei­stern) nach Kamenz. Liebon stand vor Jahren einmal auf einer vierbuch­stabigen Auktions­plattform zum Verkauf.

Wegestein bei Liebon.

Die Westseite führt nach Pusch­witz und Wetro, die Südseite nach Bautzen und Kamenz, die Ostseite nach Lauske und Zisch­kowitz, und die Nord­seite nach Prisch­witz und Lehndorf.

Muschelwitz / Myšecy

Auf der Gemarkung Muschelwitz stehen drei Wegesteine.

Wegestein Abzweig nach Muschelwitz.

Der Wegestein markierte einst die Kreuzung der Straße von Göda nach Drei­kretscham mit dem Weg von Löschau nach Muschel­witz. Der Weg nach Löschau ist nicht mehr vor­handen, aber die ziemlich ver­witterte Weg­angabe von einem halbem Kilo­meter dorthin verweist hierauf.

Wegestein Abzweig nach Muschelwitz.

Die noch recht gut lesbaren Wegan­gaben gehen nach Muschel­witz und Zscharnitz bzw. nach Göda und Drei­kretscham. Die vierte (west­liche) Seite ist derart abge­platzt, daß nicht mehr erkennbar ist, ob sie einst beschriftet war.

Wegestein bei Muschelwitz.

Der Weg von Löschau nach Muschel­witz stößt östlich des Ortes auf die Straße von Muschel­witz nach Salzen­forst. Auf der West­seite des Steines geht es nach [nicht mehr eindeutig lesbar, viel­leicht Göda] und Gaußig, auf der Süd­seite nach Muschel­witz und Soll­schwitz, auf der Nord­seite nach Salzen­forst und Bautzen, und auf der Ostseite prangt ein sächsi­sches Wappen.

Wegestein in Muschelwitz.

In Muschelwitz ragt dieser Wege­stein aus einer Hecke. Er steht an der Kreu­zung der Straßen von Salzen­forst nach Zschar­nitz (heute als Sackgasse gekenn­zeichnet) und von Prisch­witz nach Drei­kretscham. Letzterer Ort wird vor dem „t“ getrennt.

Nedaschütz / Njezdašecy

Zur Gemarkung Nedaschütz gehört auch Kleinpraga (Mała Praha). Im Osten von Nedaschütz befinden sich an einem Straßen­dreieck drei Wegesteine. Zwei befinden sich an der Straße von Coblenz nach Göda, ein weiterer an der Kreuzung der beiden Tangenten, die von Neda­schütz nach Göda und von Coblenz an Kleinpraga vorbei zur einstigen B 6 führen.

Siehe zum Grenzstein zu Pietz­schwitz auch dort.

Wegestein Nedaschütz nach Göda.

Dieser erste hier aufgeführte Wegestein steht in der Südwestecke der Kreuzung der beiden Tangenten. Hier sehen wir die Straße von Nedaschütz nach Göda. Der Stein besitzt nur diese eine Aufschrift.

Wegestein Coblenz nach Göda.

Der zweite, schon stark geneigte Stein steht auf der Nordseite des Abzweigs der Straße nach Kleinpraga und Birkau von der Hauptroute von Coblenz nach Göda.

Wegestein Verzweigung nach Coblenz und Nedaschütz.

Der dritte Stein befindet sich mittag zwischen der Verzwei­gung nach Coblenz und Neda­schütz; genau genommen steht er schon auf Gödaer Gemarkung.

Paßditz / Pozdecy

Paßditz ist eines der kleinen Dörfer abseits der Haupt­straße von Bautzen (Drei­stern) nach Kamenz. Der Wege­stein steht an einer älteren und nicht mehr vorhan­denen Wege­kreuzung nach Paßditz und Dobra­nitz bzw. Coblenz. Der Wege­stein nach Dobranitz zwischen Ausch­kowitz und Zisch­kowitz (siehe dort) gehört eben­falls zu diesem alten Weg.

Wegestein bei Passditz.

Heute erscheint der Standort dieses Wege­steins etwas depla­ziert. Die Straßen­kreuzung ist etwa ein­hundert Meter von ihm ent­fernt gelegen. Zwei Felder sind beschrif­tet. Nach Osten gewandt werden Paßditz und Nuck­nitz auf der einen und Zischko­witz und Auschko­witz auf der anderen Seite be­nannt. Auf der Nord­seite geht es nach Lehn­dorf, Siebitz (ja, noch ein weiteres Siebitz!) und Kamenz auf der einen und Bautzen auf der anderen Seite. Auf der West­seite ist ein sächsi­sches Wappen ver­ewigt, die Südseite ist leer.

Pietzschwitz / Běčicy

An der Straße von Pietzsch­witz nach Neda­schütz steht auf einer Anhöhe ein Stein ohne Ortsan­gaben.

Grenzstein Pietzschwitz zu Nedaschütz.

Dieses Exemplar ist mit 1859 datiert. Die Rück­seite ist ohne Schrift­zug. Die beiden Seiten­flächen sind schmaler als bei den Wege­steinen ge­halten und ebe­nfalls ohne Beschrif­tung. Entweder handelt es sich um einen alten Grenz­stein zu Neda­schütz oder er markierte den früher vor­handenen Abzweig nach Coblenz. Ein ähnlich gebautes Exemplar steht bei Strohschütz.

In Pietzschwitz selbst steht an/in einer Hecke ein weiterer Wege­stein.

Wegestein in Pietzschwitz.

Auf der Westseite werden der Nach­barort Prisch­witz und Drei­kretscham ange­zeigt, an der Nord­seite Coblenz und Zischko­witz. Die Südseite ist nicht be­schriftet, die Ostseite unzugäng­lich und vermut­lich leer.

Prischwitz / Prěčecy

In Prischwitz stehen zwei Wege­steine und ein sächsi­scher Meilen­stein.

Wegestein Prischwitz.

Von Lehndorf den Berg herunter­kommend steht rechter­hand ein alter Wege­stein, der die Entfer­nungen noch in Wege­stunden angibt. Er befindet sich an einer alten Abzwei­gung nach Zisch­kowitz.

Wegestein Prischwitz.

An der Straßenseite des Steins geht es nach Lehn­dorf und Kamenz, bei Betre­ten des Dorfes erfah­ren wir, daß der „Ort Pritzsch­witz“ heißt, auf der Rück­seite wird Pietz­schwitz er­wähnt, und das östliche Feld ist leer geblieben.

Wegestein Prischwitz Mitte.

Wegestein auf derselben Straßen­seite neben der Bushalte­stelle in Prisch­witz. Rechts daneben liegt ein kleinerer Stein mit der Angabe des Ortes. Der große Stein weist nach Pansch­witz-Kuckau in der einen und Drei­stern in der anderen Rich­tung. Auf der West­seite wird nach Coblenz und Pietzsch­witz gezeigt, auf der Ostseite nach Muschel­witz. Die Rück­seite ist vermut­lich nicht beschriftet.

Meilenstein östlicher von Prischwitz.

Zwischen der Autobahn­brücke und dem Löschauer Kreisel hat sich auf der Nord­seite eine sächsi­scher Viertel­meilen­säule von 1725 zur Ruhe gesetzt. Ihr fehlen Kopf­stück und Sockel und zudem ist sie falsch ausge­richtet, denn die Schmal­seite schaute immer zur Straße hin. 

Seitschen / Žičeń

In den beiden Gemarkungen Groß- und Klein­seitschen stehen vier Wegesteine, von denen einer irgendwann zwischen September 2017 und Mai 2022 „geköpft“ wurde. 

Wegestein Seitschen Straße nach Gaußig.

Wegestein an der Kreuzung der Straßen von Seitschen nach Gaußig und von Brösang nach Zockau gegenüber dem ehemaligen Verwaltungs­gebäude des ACZ Seitschen.

Wegestein Seitschen Straße nach Göda.

Wegestein am Nordende der Bahnhof­straße mittig in einem kleinen Rondell.

Wegestein Seitschen am Rittergut.
Wegestein Seitschen am Rittergut.

Wegestein bzw. das, was davon noch übrig ist, vor dem Rittergut in Groß­seitschen.

Wegestein Seitschen Straße nach Birkau und Göda.

In den 1990er Jahren stand anstelle der gelben Tafeln noch ein Wege­stein, dessen Stumpf zwischen den beiden Pfosten zu er­kennen ist. Nachdem immer wieder die Fahrer von Last­kraft­wagen beim Versuch, zu wenden oder die Kurve nach Birkau zu nehmen, den Stein demo­liert hatten, wurde er eines Tages als nutzlos er­achtet und wegge­worfen.

Wegestein Seitschen Straße nach Oberförstchen.

Dieser Wegestein markierte einst die Kreuzung der Straßen von Seitschen nach Ober­förstchen und einem Weg von Norden her nach Drausch­kowitz. Der Weg nach Norden ist entfallen und die Straße über die Bahn­strecke wurde weiter nach Osten verlegt.

Sollschwitz / Sulšecy

Sollschwitz wird auf verschie­denen Listen und Karten mit drei Wege­steinen in Verbindung gebracht.

»»  Der Wegestein im Süd­westen von Dreikre­tscham mit den Abzwei­gungen nach Zschar­nitz und Soll­schwitz liegt an der Gemarkungs­grenze von Dreikre­tscham und Soll­schwitz. Welcher Gemar­kung er zuge­hörig ist, ist dem Karten­material (online) nicht ein­deutig zu ent­nehmen.

»»  Bei der Einmün­dung des Weges von Dreikre­tscham auf den Dachs­weg Rich­tung Stroh­schütz soll ein Wege­stein stehen. Diesen habe ich nicht mehr vorge­funden.

Wegestein am Milleniumsdenkmal.

Die Flur Sollschwitz erstreckt sich weitab vom Ort bis hin zum Milleniums­denkmal bei Stroh­schütz. Dort steht ein farblich und textlich aufge­frischter Wege­stein mit einem Hinweis auf den „Urzoo“ bei Klein­welka, dessen Anfänge bis 1978 zurück­reichen. An­sonsten geht es an der Südseite nach Stroh­schütz und Milk­witz, sowie nach Dreikret­scham und Göda, und auf der Ostseite nach Loga, Saritsch und Nesch­witz, sowie nach Schmoch­titz. Die beiden Rück­seiten wurden unbe­schriftet ge­lassen.

Spittwitz / Spytecy

Von der Staatsstraße von Bautzen nach Bischofs­werda zweigt vor Spittwitz eine Straße in den Ort ab. Sie war einst­mals als Weg ver­längert über den Mord­grund nach Birkau.

Wegestein bei Spittwitz.

Der Stein ist nur an der Süd- und der Ostseite beschrif­tet. An der Südseite werden die beiden Haupt­orte Bischofs­werda und Bautzen genannt, an der Ostseite Leut­witz und Groß­hänchen. Es ist möglich, daß in früheren Zeiten auch Birkau ange­schrieben war.

Meilenstein bei Spittwitz.

Auf der anderen Straßen­seite wurde Ende Mai 2024 ein zum Kilometer­stein umfri­sierter sächsi­scher Meilen­stein wieder an seinem Platz aufge­stellt. Von hier sind es zehn Kilo­meter nach Bautzen, auf der Rück­seite befin­den sich die Angaben zu Bischofs­werda und Dresden.

Meilenstein bei Spittwitz.

Neben dder Auto­piste von Bischofs­werda nach Bautzen steht an der west­lichen Orts­tafel ein weiterer ehe­maliger sächsi­scher Meilen­stein. Dieser ist jedoch bar jeg­licher Angaben.

Zwischen Spittwitz und Leutwitz

Hier steht zwar kein Wegestein, aber ein Flur­grenzstein.

Flurgrenzstein.

Die „O[rts] Fl[ur]gr[enze]“ auf der Spitt­witzer Seite, auf der Leut­witzer Seite steht da natürlich Leutwitz.

Storcha / Baćoń

Storcha ist bekannt für seine von 1870 bis 1887 gebaute katho­lische Kirche. An der Haupt­straße stehen zwei ziemlich alte Wege­steine. Bei beiden werden die Entfer­nungen in Weg­stunden ange­geben.

Wegestein in Storcha.

Mitten im Ort steht der eine Wege­stein. An der West­seite wird ins benach­barte Zschar­nitz, nach Bischofs­werda, Weid­litz und Nesch­witz ver­wiesen, auf der Nord­seite nach Lauske („rechts ab“), Krost­witz (Crost­witz), Kamenz, Dreikre­tscham und Bautzen. Die beiden anderen Felder sind unbe­schriftet; möglicher­weise standen hier einmal die Jahres­zahl und die Angabe „Nº 1“.

Wegestein bei Storcha mit Betkreuz.

An der Ausfahrt nach Crost­witz steht rechter­hand neben einem typischen sorbi­schen Bet­kreuz von 1861 der andere Wege­stein. Auf den beiden Rück­seiten ist er mit „Nº 2“ und der Jahres­zahl 1856 be­schriftet. An der Süd­seite geht es nach Krost­witz, zum Kloster Marien­stern und nach Kamenz, an der Ostseite nach Lauske, Jeß­nitz, Guhra und Busch­witz (Pusch­witz).

Zischkowitz / Čěškecy

Auf der Gemarkung Zisch­kowitz stehen an der Straße nach Ausch­kowitz zwei Wege­steine.

Wegestein zwischen Auschkowitz und Zischkowitz.

An einer nicht mehr genutzten Abzwei­gung nach Dobra­nitz steht ein Wege­stein. Er ver­weist auf seiner Süd­seite nach Auschko­witz, Pietzsch­witz und Prisch­witz und auf seiner Ost­seite nach Dobra­nitz. Die beiden anderen Felder sind nicht beschrif­tet. Der Stein steht an einer älteren Wege­kreuzung, bei der es weiter nach Norden nach Paßditz ge­gangen ist. Der korre­spondierende Stein bei Paßditz ist noch vor­handen.

Wegestein zwischen Auschkowitz und Zischkowitz.

Mit Blick nach Ausch­kowitz ver­weist dieser Wege­stein nach Liebon und Storcha. Das nahe gelegene Zischko­witz wird nicht er­wähnt. Die beiden Felder nach Norden und Westen sind leer ge­blieben.

Zscharnitz / Čornecy

Der Wegestein in Zscharnitz steht am west­lichen Dorf­ausgang.

Wegestein in Zscharnitz.

Beim nordwest­lichen Dorf­rand ging einst­mals ein Weg nach Norden ab. Deshalb werden hier die Wanderer und Markt­frauen in fast alle Himmels­richtungen ge­schickt. An der West- und Ostseite geht es nach Lauske, Nuck­nitz und Krost­witz, an der Nord­seite nach Paßditz und Liebon bzw. nach Storcha und Dreikre­tscham. Das Feld auf der Südseite ist leer.

Anmerkungen

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  1. Der Mörtelring am unteren Stumpf legt nahe, daß es sich beim Oberteil um eine Replik handelt.   
  2. Forschungs­gruppe Kur­sächsi­sche Post­meilen­säulen e. V. : Bestands­liste vom 16. August 2023 [online].   
  3. Die Aufnahme des Wegesteins am Rittergut stammt von „Paulis“ und wurde Wiki­media Commons ent­nommen. Sie entstand im Sep­tember 2017. Zur Fundstelle. Lizenz: cc-BY-SA 4.0.