Side und Meer.
Side in Pamphylien.

Side (Pamphylien)

Der Aquädukt von Aspendos

Fotografien und Texte

 

Side in Pamphylien war in der Antike eine zeitweise reiche, lebendige und pulsierende Stadt. Die wieder ausgegrabenen Ruinen vermitteln ansatzweise den Glanz der Vergangenheit. Die hiermit verbundenen Ausbeutungsstrukturen, die Armut und das damit verbundene Elend müssen wir uns hinzudenken.

Die Fotografien entstanden im September 2006.

 


 

Aspendos war während der griechischen und römischen Siedlungsgeschichte Pamphyliens die neben Side und Perge bedeutendste Stadt. Im Laufe der Zeit konnte die Stadt im Konkurrenzkampf mit den beiden anderen Städten nicht mehr mithalten und versank zwar nicht in der Bedeutungslosigkeit, spielte jedoch auch keine wichtige Rolle mehr. In den besseren Zeiten der Stadt wurde das auch heute noch sehr gut erhaltene Theater erbaut sowie (im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) der lange Aquädukt, der die Stadt mit Wasser versorgte.

 

Wasserleitung. Wasserleitung. Wasserleitung. Wasserleitung. Wasserleitung. Wasserleitung. Ein Blick auf die Stadt auf dem Hochplateau. Ein Blick ins Taurusgebirge. Das Theater von Aspendos.

 

Teile des Aquädukts wurden beim Bau der römischen Brücke über den Eurymedon wiederverwendet. Der Fluß windet sich an Aspendos vorbei und verband die Stadt mit dem Mittelmeer. Die ursprüngliche Brücke muß hoch genug gewesen sein, um den Schiffen, die vom Mittelmeer kamen, die Durchfahrt zu ermöglichen. Nun stellt sich die Frage, wie die Steine des Aquädukts in die Brückenkonstruktion gelangt sind. Möglicherweise im Jahr 363 zerstörte ein Erdbeben den Aquädukt, der nicht wieder aufgebaut wurde, und die Fernstraßenbrücke von Antalya nach Alanya über den Eurymedon. Zum Wiederaufbau nutzte man die nun nutzlosen Steine des Aquädukts. Jahrhunderte später, die Brücke war vielleicht wieder einmal zerstört worden, bauten die Seldschuken anfangs des 13. Jahrhunderts die Brücke in einem kleineren Umfang wieder auf. Dies ist gut daran zu erkennen, daß die Brücke inmitten ihres Verlaufs einen Knick macht, der sich gut anhand der erhaltenen römerzeitlichen Fundamente erklären läßt. Wenn türkische Reiseführer erzählen, dies habe verteidigungstechnische Gründe oder erhöhe die Standfestigkeit der Brücke bei Erdbeben, dann ist dies eine nette Legende ohne jeden Wahrheitsgehalt. Siehe hierzu auch den Aufsatz von Klaus Grewe, Paul Kessener und Susanna Pirns : Im Zickzack-Kurs über den Fluß. Die römisch / seldschukische Eurymedon-Brücke von Aspendos (Türkei), in: Antike Welt, Jahrgang 30, 1999, Heft 1, Seite 1–12.

 

Eurymedon, heute Köprü. Knick in der Brücke. Knick in der Brücke. Ursprüngliche römische Rampe.

 

Auf den folgenden Bildern sehen wir drei verschiedene Ansichten eines Teils des in der Ferne stehenden Aquädukts und zum Schluß einen Stützpfeiler aus der Nähe.

 

Wasserleitung in der Ebene. Wasserleitung in der Ebene. Wasserleitung in der Ebene. Stützpfeiler.

 

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