Side und Meer.
Side in Pamphylien.

Side (Pamphylien)

Museum

Fotografien und Texte

 

Side in Pamphylien war in der Antike eine zeitweise reiche, lebendige und pulsierende Stadt. Die wieder ausgegrabenen Ruinen vermitteln ansatzweise den Glanz der Vergangenheit. Die hiermit verbundenen Ausbeutungsstrukturen, die Armut und das damit verbundene Elend müssen wir uns hinzudenken.

Die Fotografien entstanden im September 2006.

 


 

Das Museum von Side ist in einer modernisierten spätrömischen Therme untergebracht. Aufgrund der nicht immer sorgfältigen Bauausführung und seiner Lage direkt an der im 4. Jahrhundert u.Z. erreichteten inneren Stadtmauer hat der Ausgräber Arif Müfid Mansel geschlossen, daß diese Anlage womöglich erst im 5. Jahrhundert während der letzten Blüte der Stadt erbaut worden ist. Möglich schien ihm jedoch, auch aufgrund der ringförmigen Ausführung der Anlage, daß diesem Bau eine kaiserzeitliche römische Therme voranging. Der restaurierte Bau wurde 1962 als Museum eröffnet und beherbergt viele kleinere und – vor allem im Museumsgarten – auch eine Menge größerer Objekte, welche bei den Ausgrabungen in Side gefunden wurden. Wer jedoch durch die antiken Ruinen streift, wird feststellen, daß auf dem Boden viele weitere Objekte liegen geblieben sind.

Man und frau betritt das Museum über einen Weg, der in antiker Zeit den Zugang von der Agora aus gebildet haben mag. Das Badehaus selbst war etwa 41 Meter lang und 26 Meter breit. Daran schloß sich sich der heutige Museumsgarten mit einem Innenhof an. Hier gab es Geschäfte für den Bedarf der Badenden. Gewisse Ähnlichkeiten zum heutigen Tourismus sind zwar vorhanden und doch unterlag zur damaligen Zeit nicht alles dem rastlosen Streben nach Profit. Ein Badehaus war nicht nur ein Ort der Reinigung, sondern auch ein wichtiger kommunikativer Ruheplatz.

Vom Museumseingang aus gesehen rechts betreten heutige Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher das Gebäude über einen Raum, der als Tepidarium oder auch als Apodyterium (Umkleideraum, genutzt im Winter) gedeutet wird. Heute sind hier einige Ausstellungsstücke hingestellt worden, ohne daß diese Zusammenstellung – wie auch im Museumsgarten – einen tieferen Sinn vermittelt. Wir sollten das einfach so nehmen wie es ist.

 

Etwas versteckt, aus dem Theater gesehen. Museum in der Abendsonne. Museumseingang. Ein Blick zurück. Tepidarium. Tepidarium mit Tür zum Frigidarium.

 

Der nächste Raum war das Frigidarium, der Abkühlungsraum. An dessen Nordostseite befindet sich ein kleines Bassin (Piscina), dessen Wasserzufuhr sich aus einem links davon gelegenen länglichen Raum speist, der an die zentrale Wasserversorgung Sides angeschlossen war. Wenn wir heute das Frigidarium etwas unorthodox über das Tepidarium betreten, dann sehen wir auf der linken Seite den eigentlichen Eingang. Genau gegenüber dem antiken Eingang befand sich ein schmaler Zugang zum runden Schwitzraum, dem Sudatorium. In dessen vier Nischen sind heute Ausstellungsvitrinen mit kleineren Objekten untergebracht. Gegen wir einfach geradeaus hindurch, betreten wir das Caldarium, den warmen Badebereich. Und dort geht es jetzt auch weiter

 

Caldarium. Herakles. Grab. Accessoires. Accessoires. Caldarium. Sitzende Figur. Kopf. Aschenurne (Osteothek). Dionysos. Apollon. Die drei Grazien. Badebecken. Dasselbe Badebecken mit neuem Inhalt. Zweckentfremdetes Badebecken. Zweckentfremdetes Badebecken.

 

Die sidetische Schrift wurde genauso wie die eigene sidetische Sprache nach antiker Überlieferung noch lange nach der griechischen Kolonisation benutzt. Im ehemaligen Caldarium des heutigen Museums sind einige Inschriftensteine ausgestellt. Zur besseren Lesbarkeit habe ich eine eigene Seite mit Fotos zur Schrift von Side eingerichtet.

 

Schlecht zu lesen: die Schrift von Side. Sidetische Inschriften.

 

Im Uhrzeigersinn geht es nun weiter ins lauwarme Tepidarium. Hier sind einige Sarkophage und Statuen ausgestellt.

 

Eros Sarkophag. Im Tepidarium. Im Tepidarium. Im Tepidarium.

 

Normalerweise würden wir als antike Badebesucher (gab es einen eigenen Frauen­badetag ?) durch einen der beiden Rundbögen in den nächsten Raum gehen, ein weiteres Tepidarium oder ein Apodyterium. Der Ausgang der Museums­räume führt jedoch noch einmal durch den Schwitzraum ins Frigidarium, das sich heute im Freien befindet. Zur Rechten die Piscina betrachtend wandern wir weiter Richtung Museumsgarten.

 

Inschrift. Diverse Motive. Detailansicht. Piscina. Motiv. Fisch, auf dem Weg in den Museumsgarten.

 

Zur nächsten Fotoseite: Museumsgarten.

 


 

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