Rheinstraße.
Rheinstraße.
Auf dem Ernst-Ludwigs-Platz.
Zentraler Umstieg am Weißen Turm.
Landesmuseum.
Vor dem Landesmuseum.
Marktplatz.
Auf dem Marktplatz.
Theatergleis.
Auf dem Theatergleis.

Die Straßenbahn in Darmstadt

Eine Bekanntmachung der HEAG von 1938

Ein Dokument

1886 errichtete ein privates Konsortium die ersten beiden Straßenbahn­strecken in die Vororte Eberstadt und Griesheim, denen 1890 eine weitere Strecke nach Arheilgen folgte. Im Grunde handelte es sich um die Schmalspur­ausführung einer dampf­betriebenen Eisenbahn. Alle drei Linien standen in Konkurrenz zur parallel verlaufenden Eisenbahn. Die Stadt Darmstadt sah die inner­städtischen Verkehrs­bedürfnisse des Bürgertums nicht abgedeckt und ließ ein eigenes elektrisches Straßen­bahn­netz aufbauen. Aus der Verschmelzung beider Gesellschaften entstand 1912 die Hessische Eisenbahn Aktien­gesellschaft, kurz HEAG. Die Dampfstrecken wurden elektrifiziert; ein Vorgang, der aufgrund des Ersten Weltkriegs und der nachfolgenden französischen Besatzung Arheilgens und Griesheims erst 1926 abgeschlossen war.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in einem organisierten Pogrom die beiden Synagogen in der Darmstädter Innenstadt niedergebrannt. Auch die Synagogen der eher ländlichen Umgebung wurden zerstört. Einen Monat später forderte die HEAG in einer Bekanntmachung dazu auf, den zu beschleunigenden Betriebsablauf von Bussen und Straßenbahnen durch pflicht­bewußtes Handeln zu fördern.


Bekanntmachung.

Abbildung 1: Text der Bekanntmachung.